Ein sichtlich gut gelaunter Thomas Leugner begrüßte im Biergarten seines Lokals „Friedenskrug“ die Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl von CDU, SPD, Grüne und FDP. Vor gut 70 interessierten Bürgern, darunter zahlreiche Geschäftsleute aus Gremmendorf und Angelmodde, konnten die Kandidaten ihre Konzepte vor allem zur Neugestaltung der Yorkkaserne und der gegenüberliegenden Einkaufsmeile vorstellen. Die Moderation führte ein souveräner Andreas Nicklas, CDU-Ratsherr für Gremmendorf.
Einig waren sich sämtliche Kandidaten darüber, dass der Albersloher Weg keine Barriere zwischen dem neu zu errichtendem „Kasernenviertel“ und der bestehenden Einkaufsmeile, die unbedingt erhalten bleiben soll, bilden darf. Jörg Berens (FDP) plädierte hier für einen Fußüberweg und eine Lösung mit einem Kreisverkehr. Peter Todeskino (Die Grünen) sieht Brücken oder Unterführungen hingegen kontraproduktiv. Er plädiert für den Erhalt der alten Alleebäume. Außerdem soll ein Nachbarschaftstreffpunkt geschaffen werden. Um die Verkehrsströme einzudämmen, kann er sich auch eine Tiefgarage mit Busanbindung vorstellen. Michael Jung (SPD) hält eine Tempo-30-Zone auf dem Albersloher Weg für zielführend. Außerdem will er in ein Shopping-Konzept und Gastrobetriebe auf beiden Seiten investieren. Der amtierende OB Markus Lewe (CDU) betonte, dass bei der Entwicklung die Bürger und Nachbarn von Anfang an mitgenommen wurden. Ihm ist besonders wichtig, dass Sichtachsen abgebaut werden und eine kommunikative Zeile entsteht.
Großen Diskussionsbedarf gibt es noch beim Verkehrskonzept. Wird der Bereich 4-spurig ausgebaut? Bekommt der Busverkehr Vorrang vor dem Auto? Was ist mit Abbiegespuren oder einer eigenen Busspur? Dem Zuhörer stellt sich dabei die Frage, wie vereinbart man die Verbreiterung der Straße mit dem Wunsch, die beiden Seiten zu verbinden?












