1. März 2024 / Bildung & Wissenschaft

Beben in der Raumzeit - Von Schwarzen Löchern bis zum Urknall

Vortrag im LWL-Museum für Naturkunde

Satellitenschüsseln

Foto (NRAO/AUI/NSF): Prof. Dr. Kai Schmitz spricht über den Nachweis eines Gravitationswellen-Rauschens, das die Erde permanent und aus allen Richtungen des Alls in Form eines niederfrequenten Brummens erreicht.

Am Dienstag (5.3.) ist um 19.30 Uhr Prof. Dr. Kai Schmitz zu Gast im LWL-Planetarium in Münster. Er spricht in seinem Vortrag über das "Beben in der Raumzeit", über Gravitationswellen, Schwarze Löcher und den Urknall. 

Die Reise des Publikums wird im Vortrag von extrem massereichen Schwarzen Löchern im Zentrum verschmelzender Galaxien bis hin zum Ursprung des Universums im Urknall führen, insbesondere auch zu Forschungsthemen, mit denen Schmitz sich am Institut für Theoretische Physik der Universität Münster beschäftigt. Weltweit stellen Wissenschaftler:innen derzeit Hypothesen zum möglichen Ursprung dieses neuen Signals auf, von denen der Referent Ansätze in seinem Vortrag vorstellen wird.


Über Gravitationswellen von Schwarzen Löchern bis zum Urknall wird im Vortrag im Planetarium des LWL gesprochen. Foto: Aurore Simonnet/NANOGrav

Hintergrund
Albert Einstein hatte sie bereits 1916 vorhergesagt, doch erst im September 2015 gelang es dem "LIGO-Experiment" in den USA, sie direkt nachzuweisen: Gravitationswellen, Streckungen und Stauchungen der Raumzeit, die sich in Raum und Zeit ausbreiten wie Wellen auf einer Wasseroberfläche. Acht Jahre nach der bahnbrechenden LIGO-Messung ist der nächste Meilenstein auf dem noch jungen Feld der Gravitationswellen-Astronomie näher gerückt: der Nachweis eines Gravitationswellen-Rauschens, das die Erde permanent und aus allen Richtungen des Alls in Form eines niederfrequenten Brummens erreicht. 

Im Vortrag erklärt Schmitz, wie es möglich ist, diesem Rauschen mittels der genauen Beobachtung von Pulsaren in unserer Milchstraße auf die Schliche zu kommen. Pulsare, schnell rotierende Sternenleichen, fungieren hierbei als kosmische Leuchtbojen, die, um im Bild der Wasseroberfläche zu bleiben, auf dem Raumzeit-Ozean treiben und deren Abstand zum Sonnensystem durch Gravitationswellen gestreckt oder gestaucht werden kann. Aktuelle Pulsar-Datensätze, die zu Beginn des Sommers vorgestellt wurden, liefern Hinweise darauf, dass das Universum tatsächlich von einem kontinuierlichen Gravitationswellen-Rauschen erfüllt ist oder im Bild der Wasseroberfläche: Der Raumzeit-Ozean ist jederzeit und überall gewellt und gekräuselt. 

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