23. Juli 2024 / Allgemein

Tiefengeothermie: Stadtwerke planen die 3D-Seismik

Erfahrenes Team bereitet geologische Untersuchungen vor

Foto: Die Stadtwerke Münster bereiten geophysikalische Untersuchungen in Münster im kommenden Winter vor.


Mit Wärme aus tiefen Schichten der Erde wollen die Stadtwerke Münster ihrem Ziel von klimaneutraler Fernwärme ein großes Stück näher kommen. Dazu plant das Unternehmen eine umfangreiche geophysikalische Untersuchung im kommenden Winter – eine so genannte 3D-Seismik. Dabei wird mit Hilfe von an der Erdoberfläche angeregten Schallwellen und ihren Echos aus dem Untergrund ein detailliertes räumliches Modell der unterirdischen Gesteinsschichten erstellt. Für diese Pionierarbeit in Sachen Geothermie im bevölkerungsreichsten Bundesland erhalten die Münsteraner eine Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen, die die Kosten ungefähr zur Hälfte deckt.

In einem EU-weiten Ausschreibungsverfahren haben die Stadtwerke Münster ein Projektteam mit erfahrenen Geothermie-Spezialisten komplettiert. Das Projektteam besteht aus dem Projektsteuerer Erdwerk GmbH (München) mit der GGL Geophysik und Geotechnik Leipzig mbH, der DMT Group (Essen), IPS Informations & Planungs-Service GmbH (Celle) sowie den Kommunikationsspezialisten Hendricks & Schwartz (München).

Das Planungsbüro Erdwerk hat zusammen mit seinem Dienstleister GGL europaweit bereits zahlreiche Geothermieprojekte entwickelt und erfolgreich umgesetzt. Für die seismischen Untersuchungen hat sich die internationale DMT Group mit Sitz in Essen durchgesetzt. Die Vibrationstrucks der DMT sind in Münster einigen bereits durch die 2D-Seismik des Geologischen Diensts NRW im Winter 2021 bekannt. Der Partner IPS Informations- und Planungsservice kümmert sich um Genehmigungen von Flächeneigentümern, deren Liegenschaften auf der geplanten Fahrstrecke der Trucks liegen. Unterstützt wird das Team von den Münchener Experten für Akzeptanzkommunikation Hendricks & Schwartz. Eine städtische Task Force unter der Leitung von Nachhaltigkeitsdezernent Arno Minas ist die zentrale Schnittstelle für die notwendigen Abstimmungen mit den städtischen Behörden.

Die nächsten Schritte
Die Vorbereitungen bei der Stadt Münster und den Stadtwerken laufen auf Hochtouren, denn die Untersuchungen sollen bis Anfang März 2025 abgeschlossen sein. Geplant ist eine flächendeckende Vermessung des gesamten Stadtgebiets und seiner näheren Umgebung, um ein möglichst detailliertes Untergrundmodell erstellen zu können. Diese Messungen werden über einen Zeitraum von 50 bis 60 Tagen durchgeführt. 

Damit die 3D-Seismik im kommenden Winter wie geplant starten kann, holen die Vertreter von IPS bereits seit Anfang Juli die notwendigen Genehmigungen ein. Sie führen Gespräche mit Eigentümerinnen und Eigentümern sowie Flächenbewirtschaftenden, deren Flächen von der Messkampagne betroffen sein werden. Der genaue Zeitpunkt für die Messungen ist abhängig von diesen Betretungsgenehmigungen und weiteren behördlichen Genehmigungen. 

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