16. November 2020 / Bildung & Wissenschaft

Psychologen forschen unter Corona-Bedingungen digital

Plattform "Kinder schaffen Wissen" für entwicklungspsychologische Online-Studien gegründet

Kinder schaffen Wissen

Foto (Online-Plattform „Kinder schaffen Wissen“): Die Wissenschaftler der Arbeitseinheit Entwicklungspsychologie bündeln mit der Plattform „Kinder schaffen Wissen“ ihre Online-Studien. 


Die Corona-Pandemie beeinflusst nicht nur das alltägliche Leben, sondern auch die Forschung im Beobachtungslabor am Institut für Psychologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Die Psychologinnen und Psychologen der Arbeitseinheit Entwicklungspsychologie untersuchen, wie sich Kinder in den ersten Lebensjahren entwickeln. Aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen werden die Studien derzeit digital und nicht in Präsenz durchgeführt. Um die Online-Studien universitätsübergreifend zu bündeln, haben die WWU-Psychologen gemeinsam mit Forschern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Plattform „Kinder schaffen Wissen“ gegründet.

„Wir untersuchen die soziale, emotionale und sozial-kognitive Entwicklung von Kindern im Alter von null bis zehn Jahren“, erklärt Prof. Dr. Joscha Kärtner, Leiter des Beobachtungslabors. „Wir haben Online-Studien entwickelt, an denen Eltern und Kinder bequem und sicher von zu Hause aus teilnehmen können.“ Dafür benötigen Interessierte nur ein Laptop, Computer oder Tablet mit einer Kamera und einem Mikrofon.

Auf der Webseite www.kinderschaffenwissen.de können sich Eltern über das Online-Studienangebot informieren und sich eine passende Studie für ihre Kinder aussuchen. Die verschiedenen Untersuchungen variieren in ihrer Dauer, Aufgabenstellung und in ihrem Aufbau. Manche können jederzeit begonnen werden - für andere muss ein Termin vereinbart werden, da sie interaktiv ablaufen und in einem Video-Chat von einem Wissenschaftler begleitet werden. „Die meisten Kinder haben viel Spaß an den spannenden Geschichten oder Spielen. Mit der Teilnahme können Eltern und ihre Kinder aktiv die Forschung unterstützen und einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die kindliche Entwicklung besser zu verstehen“, betont Joscha Kärtner.

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