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Katholikentag: Stadt zieht positive Bilanz

Katholikentag: Stadt zieht positive Bilanz

Aus Sicht der Stadt Münster als Gastgeberin des Katholikentages ist die Veranstaltung "friedlich, entspannt und ohne besondere Vorkommnisse" verlaufen. Diese vorläufige Bilanz zog Stadtrat Wolfgang Heuer. "Bei dieser seit Jahrzehnten größten Veranstaltung hat Münster gezeigt, dass die Stadt ein überaus attraktiver Ort für Großveranstaltungen von überregionalem Format ist", sagte Heuer unmittelbar nach dem Abschluss des Katholikentags (am 13. Mai 2018). Daran habe die professionelle Vorbereitung des Katholikentags durch den Veranstalter und die gute Zusammenarbeit mit allen beteiligten Organisationen und städtischen Dienststellen wesentlichen Anteil.

Der Feuerwehr- und Ordnungsdezernent hatte während der fünftägigen Veranstaltung den vorsorglich gebildeten städtischen Krisenstab geleitet. Darin wirkten die Leitungen der städtischen Fachbereiche Feuerwehr, Gesundheit, Ordnung, Bauordnung, Schule, Immobilien, IT und Presse mit, außerdem Vertreter von Polizei und Bezirksregierung. Der Krisenstab war von Mittwoch bis Samstag täglich zu einer Lagebesprechung zusammengetreten.

Für den erfolgreichen Verlauf der sehr stark besuchten Veranstaltung spricht auch, dass bei der Stadtverwaltung kaum Beschwerden eingingen und sich die Einwohner und Besucher anscheinend auch mit den Verkehrsbehinderungen zurecht fanden, die mit einer Veranstaltung in dieser Größenordnung verbunden sind.

Während der Veranstaltungstage waren in Münster 640 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, JUH, ASB und THW im Einsatz oder durchgängig in erhöhter Bereitschaft. Die Einsatzleitung der Feuerwehr war zu Veranstaltungszeiten mit bis zu 20 Kräften besetzt. Im Zusammenhang mit der Veranstaltung registrierte die Feuerwehr lediglich zwei Einsätze wegen brennender Mülltonnen, eine technische Hilfeleistung, 35 Einsätze des Rettungsdienstes und rund 350 ambulante Behandlungen durch den Sanitäts-Wachdienst der Malteser.

Im Ordnungsamt war von Mittwoch bis Samstag durchgehend jeweils bis 23 Uhr eine Leitstelle in Betrieb. Sie wurde in 230 Fällen aktiv. Dazu gehörten etwa das Überwachen und Freiziehen von Flucht- und Rettungswegen, Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Sicherheitskonzept und der Verkehrsführung und die Einsatzführung des Kommunalen Ordnungsdienstes.

Positiv war auch die Rückmeldung aus dem Gesundheits- und Veterinäramt. Es war vor allem bei der Lebensmittelüberwachung einschließlich der Bereitstellung von Trinkwasser an den Trinkwassertürmen gefragt. Die Beratung und Kooperation mit dem Veranstalter und den Caterern hat sich ausgezahlt. Am Ende zeigten stichprobenartige Kontrollen unter anderem in Schulen, in denen Gäste untergebracht waren, nur wenige geringfügige Mängel, die von den Verantwortlichen umgehend behoben wurden. Rückmeldungen aus den Krankenhäusern gab es im Gesundheitsamt nicht. Auch Meldungen über vermehrte Infektionen gingen nicht ein.
Bei der Übernachtung der Gäste war die Stadt mit 14 Schulen behilflich. Außerdem standen vier weitere nichtstädtische Schulen zur Verfügung. Insgesamt bot Münster etwa 6300 Übernachtungsplätze in Schulräumen an. Auch hier fällt das Fazit positiv aus.

Für den Abschlussgottesdienst am Sonntag war ursprünglich mit bis zu 25 000 Besuchern kalkuliert worden. Aufgrund der sehr hohen Besucherzahlen an den zurückliegenden Tagen wurde in Absprache zwischen Veranstalter und Stadt im Areal des Schlossplatzes kurzfristig eine zusätzliche Platzreserve festgelegt. "Auch das ging professionell und unaufgeregt vonstatten", so Stadtrat Heuer. Auch die Zusammenarbeit mit den Polizeidienststellen sie äußerst vertrauensvoll und effektiv verlaufen.

Die Münsteranerinnen und Münster hätten während der Veranstaltungstage gezeigt, "was eine offene und tolerante Stadtgesellschaft ausmacht, für die Weltoffenheit, Vielfalt und das Streben nach Frieden zu den Grundlagen des Miteinanders zählen."

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