Das Landgericht Rostock hat eine frühere Pflegeheimbetreiberin wegen Freiheitsberaubung, Misshandlung Schutzbefohlener und Betrugs zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren verurteilt. Damit gingen die Richter der zweiten Instanz deutlich über das bisherige Strafmaß hinaus. Das Amtsgericht Güstrow hatte im August 2019 eine Haftstrafe von zwei Jahren und vier Monaten verhängt. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung waren dagegen in Berufung gegangen. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin fanden die Richter in der Urteilsbegründung klare Worte für das Verhalten der heute 36-Jährigen. Im Laufe der Berufungsverhandlung hätten sich «Abgründe menschlicher Gewinnsucht» aufgetan, Senioren seien unter menschenverachtenden Bedingungen in «Dreckslöchern» untergebracht gewesen. Bis zur behördlichen Schließung im Jahr 2016 hatte die Frau in Krakow am See (Landkreis Rostock) zwei Pflegeeinrichtungen betrieben. Neben der Haftstrafe verfügte das Gericht gegen die Frau ein fünfjähriges Berufsverbot für den Pflegebereich. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Revision möglich.
Bildnachweis: © Bernd Wüstneck/zb/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Vier Jahre Haft für Ex-Pflegeheimbetreiberin
Die ehemalige Betreiberin von Pflegeheimen ist in zweiter Instanz zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Sie war wegen Freiheitsberaubung, Misshandlung Schutzbefohlener und Betrugs angeklagt worden.
Meistgelesene Artikel
- 20. Januar 2026
Raub mit Schusswaffe auf Getränkegeschäft An der Kleimannbrücke
Polizei Münster sucht Zeugen
Dein Münster informiert
- 14. Januar 2026
Musical-Premiere Theater Münster: Der Graf von Monte Christo
Das Musical von Frank Wildhorn feiert am Samstag, 17.01.2026, 19.30 Uhr Premiere im Großen Haus
Neueste Artikel
- 11. Februar 2026
Zehn Tote nach Schüssen an Schule in Kanada gefunden
In einer Schule in Tumbler Ridge in der kanadischen Provinz British Columbia sterben mehrere Menschen durch Schüsse. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Verdächtigt wird laut Polizei eine Frau.
- 11. Februar 2026
Masernfälle in Europa sinken – aber WHO bleibt besorgt
Masernfälle gehen in Europa zurück, doch die Gefahr bleibt. Auch Deutschland verfehlt die Impfziele. Was das für Gefahren birgt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 11. Februar 2026
Zehn Tote nach Schüssen an Schule in Kanada gefunden
In einer Schule in Tumbler Ridge in der kanadischen Provinz British Columbia sterben mehrere Menschen durch Schüsse. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Verdächtigt wird laut Polizei eine Frau.
- 11. Februar 2026
Masernfälle in Europa sinken – aber WHO bleibt besorgt
Masernfälle gehen in Europa zurück, doch die Gefahr bleibt. Auch Deutschland verfehlt die Impfziele. Was das für Gefahren birgt.












