19. April 2024 / Aus aller Welt

Nach Einsturz in Kopenhagen: Vorsichtige Rettungsversuche

Nachdem in Kopenhagen Teile der ausgebrannten Hälfte der alten Börse zusammengefallen sind, versuchen Einsatzkräfte nun zu retten, was noch zu retten ist. Doch der Einsatz gestaltet sich schwierig.

Das Mauerwerk der ausgebrannten Hälfte der historischen Börse in Kopenhagen ist eingestürzt.
Veröffentlicht am 19. April 2024 um 14:37 Uhr

Mit großer Vorsicht versuchen Einsatzkräfte in Kopenhagen nach dem Einsturz von Teilen der Fassade der historischen Börse Überbleibsel zu retten. «Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, dass niemand verletzt wird und, dass der Teil des Börsengebäudes, der gerettet werden konnte, erhalten bleibt», sagte einer der Einsatzleiter der Feuerwehr, Jakob Vedsted Andersen, am Morgen bei einer Pressekonferenz.

Das gestaltet sich jedoch schwierig. Es bestehe die Gefahr eines weiteren Einsturzes der Wände, die versucht wurden zu retten, sagte Andersen. Vorsichtig und ganz langsam wage man sich Stück für Stück voran.

Das Gerüst, das die Börse unter anderem wegen Restaurierungsarbeiten umgibt, ist an dem Teil des Gebäudes befestigt, der nicht ausgebrannt ist. In der Nacht haben die Einsatzkräfte damit begonnen, das Gerüst abzuschneiden. In diesem Zusammenhang kam es Medienberichten zufolge zu weiteren Abfällen.

Komplizierte Arbeiten am Gerüst

Bei den Arbeiten zum Abbau des Gerüsts kann etwas Unvorhersehbares passieren», sagte der Einsatzleiter. Daher müsse sehr langsam vorgegangen werden. «Das Gerüst steht unter Spannung, und wenn wir anfangen, es aufzuschneiden, müssen wir sehen, wie sich das Gerüst verhält», sagt er. Es müsse vollständig vom intakten Teil der Börse getrennt werden.

Das Gebäude, das vor 400 Jahren errichtet wurde, liegt auf der östlichen Spitze der Insel Slotsholmen am Holmens Kanal gegenüber der Dänischen Nationalbank und ist eine Touristenattraktion. Am Dienstag war dort ein zerstörerisches Feuer ausgebrochen.

Die alte Börse, in der sich heute die dänische Handelskammer befindet, die auch Eigentümerin des Bauwerks ist, beherbergt unter anderem eine große Kunstsammlung. Als Börse im eigentlichen Sinne wird das Gebäude schon lange nicht mehr genutzt.

Die alte Börse brannte zur Hälfte vollständig aus, sodass nur noch die Außenwände übrig geblieben waren. Diese stürzten am Donnerstagnachmittag unverhofft um. Mehrere Straßen und die Umgebung der historischen Börse blieben weiträumig abgesperrt.


Bildnachweis: © Thomas Traasdahl/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Fünftes naturkundliches Ehrenamtsforum
Bildung & Wissenschaft

Naturforschung im LWL-Museum für Naturkunde erleben

weiterlesen...
Coesfeld: 36-Jährige tödlich verletzt
Polizeimeldungen

Tatverdächtiger 43-jähriger Ehemann festgenommen / Polizei Münster richtet Mordkommission ein

weiterlesen...
Tag der Lebensmittelrettung am 26. September in Münster
Genuss & Lifestyle

foodsharing zeigt die Dimension der Verschwendung (ab 12 Uhr)

weiterlesen...

Neueste Artikel

Zwischen Hollywood und Wissenschaft: Wie authentisch ist unser Bild der Antike?
Bildung & Wissenschaft

Öffentliche Ringvorlesung beleuchtet ab dem 19. Oktober, wie Archäologie in der Gesellschaft vermittelt wird

weiterlesen...
Gerichtsbeschluss: Vergabe der Wiesn-Zelte war rechtmäßig
Aus aller Welt

Darf bei der Vergabe der lukrativen Groß-Zelte alles so weiterlaufen wie gehabt? Oder müssen sie europaweit ausgeschrieben werden? Das Gericht hat seine mit Spannung erwartete Entscheidung verkündet.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Gerichtsbeschluss: Vergabe der Wiesn-Zelte war rechtmäßig
Aus aller Welt

Darf bei der Vergabe der lukrativen Groß-Zelte alles so weiterlaufen wie gehabt? Oder müssen sie europaweit ausgeschrieben werden? Das Gericht hat seine mit Spannung erwartete Entscheidung verkündet.

weiterlesen...
Flugverkehr über Italien gestört
Aus aller Welt

Im italienischen Luftraum gibt es Probleme mit dem Datennetz. Die nationale Flugsicherung reduziert deshalb die Aktivitäten. Einen Hacker-Angriff oder Sabotage schließt sie aus.

weiterlesen...