20. August 2020 / Kirche & Glauben

Wiedereröffnung des Bibelmuseums am 25. August

Digitale Eröffnung via Zoom am Vorabend

Bibelmuseum

Fotos (WWU/Bibelmuseum - Dr. Jan Graefe): Das Bibelmuseum der WWU


Sonderausstellung über Stadt und Turm zu Babel
In Anlehnung an einen Ziegelstein vom Turm zu Babel in der eigenen Sammlung begibt sich das Bibelmuseum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) auf die Spuren der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem antiken Bauwerk. In der Ausstellung "Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen (Gen. 11)" sind ab Dienstag, 25. August, hochwertige Exponate zu sehen, unter anderem aus dem Berliner Pergamonmuseum. Hinzu kommen künstlerische und theologische Bezüge in Bildern, Filmen, Bibeln und Handschriften zu Babel.

Im Vorfeld der Öffnung für Museumsbesucher laden die Veranstalter zu einer digitalen Vernissage am 24. August um 17 Uhr ein; die Teilnahme ist über die Video-Plattform Zoom möglich (https://wwu.zoom.us/j/98330498323 - Passwort: 224176). Nach Grußworten von Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe und WWU-Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels sowie einer Rede von Museumsdirektor Prof. Dr. Holger Strutwolf startet ein digitaler Rundgang durch die Ausstellung.

Für die zweimal täglich angebotenen, einstündigen Führungen um 10 und um 15 Uhr müssen sich Interessierte vorher anmelden: per Telefon (0251/83-22580) oder E-Mail (bibelmuseum@uni-muenster.de). In Zeiten ausgebuchter Führungen, oder wenn die maximal erlaubte Gästezahl von zehn Personen erreicht ist, schließt das Museum zeitweise. Zur Ausstellung, die bis Mitte November dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist, erscheint ein Katalog in gedruckter Form.  Für Besucher gelten die üblichen Corona-Schutzmaßnahmen.

Historischer Hintergrund
In der Ausstellung werden die Ausgrabungen der Deutschen Orient-Gesellschaft unter Robert Koldewey (1855–1925) thematisiert. Eingang findet auch der Babel-Bibel-Streit unter Beteiligung des deutschen Kaisers Wilhelm II. sowie die historische und moderne Rezeption des "Mythos' Babylon". Die Erzählung vom Turm zu Babel ist eine der bekanntesten Stellen des Alten Testaments; sie steht für die Überheblichkeit des Menschen.

Der helle, acht Kilogramm schwere Ziegelstein mit Bitumen-Anhaftungen ist Teil der Museumssammlung. Er stammt aus Grabungen von Robert Koldewey im Jahr 1913. Der Bauforscher entdeckte die im Alten Testament und bei Herodot erwähnten Fundamente eines antiken Turms zu Babel in Babylon im heutigen Irak. Als Dauerleihgabe der Sammlung "Schoyen Collection" gelangte der Lehmziegel ins WWU-Bibelmuseum.

Minecraft-Bauwettbewerb
Für Fans von Videospielen hält das Bibelmuseum ab dem 25. August gemeinsam mit den "von Cansteinschen Bibelanstalten" einen Minecraft-Bauwettbewerb zur Bibelstelle Genesis 11 bereit. Nähere Informationen gibt es unter https://www.uni-muenster.de/Bibelmuseum/babel/Minecraft.html.

Meistgelesene Artikel

Kontaktbeschränkungen und Negativtests auch für Geimpfte und Genese
Corona Update

2G-plus-Regel gilt in Schwimmbädern und für Sport in Innenräumen

weiterlesen...
Fahndung nach flüchtigem Mörder
Polizeimeldungen

Flüchtiger Ralf Hörstemeier aus Münster entledigte sich seiner Fußfessel

weiterlesen...
18-Jähriger nach Raub verletzt
Polizeimeldungen

Polizei sucht nach Zeugen

weiterlesen...

Neueste Artikel:

Massenkarambolage mit rund 40 Fahrzeugen in Tschechien
Aus aller Welt

Auf der Europastraße E10 hat es ordentlich gekracht. Auf einer Länge von mehr als 150 Metern sind Autos und Lastwagen nach plötzlich einsetzendem Schneefall ineinandergefahren.

weiterlesen...
Polizei durchsucht Schule - Schüler vorläufig festgenommen
Aus aller Welt

Aufregung in Bonn: Nach einem Hinweis durchkämmt die Polizei ein Schulgebäude. Die Sorge: Ein 17-Jähriger könnte mit einem Messer unterwegs sein. Er wird schließlich gefunden - aber nicht in der Schule.

weiterlesen...

Das könnte Dich auch interessieren:

Gottesdienst zum Reformationstag in der Universitätskirche
Kirche & Glauben

Karl-Barth-Preisträger Michael Beintker hält die Predigt

weiterlesen...
Kirche & Glauben

Missbrauchsfälle im Bistum Münster zwischen 1945 und 2018

weiterlesen...