6. Oktober 2022 / Natur & Umwelt

Selbst ernten in Albachten: Initiative übernimmt Patenschaft für Obstwiese

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Foto (Stadt Münster / Wolfram Goldbeck): Vertreterinnen und Vertreter der Initiative "Natürlich Albachten!" stoßen mit Wolfram Goldbeck (3.v.r.) vom städtischen Grünflächenamt mit einem Becher Streuobstwiesenapfelsaft auf die neue Patenschaft für die Streuobstwiese im Offerbachpark in Albachten an.

Ob Dülmener Rose oder Rote Sternrenette – gleich 25 neue Obstbäume, darunter die genannten regionalen Apfelsorten, hatte das Grünflächenamt der Stadt Münster im vergangenen Herbst im Albachtener Offerbachpark gepflanzt. Mit der Initiative "Natürlich Albachten!" hat sich jetzt eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger aus Albachten gefunden, die ab sofort im Rahmen der bürgerschaftlichen Kampagne "Münster bekennt Farbe" die Patenschaft für diese Obstwiese übernimmt.

Ein Ziel der städtischen Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 ist es, mit typischen Obstgehölzen die biologische Vielfalt zu fördern. "Das Spektrum der angepflanzten Arten im Offerbachpark ist sehr vielfältig, neben vielen alten Apfelsorten gibt es hier auch die Süßkirsche, Mirabelle, Hauszwetschge und Birnenquitte", so Ruth Epping von der Initiative. Gerade alte Obstwiesen seien wichtige Lebensräume für viele Tierarten wie Steinkauz, Wildbienen und weitere Insektenarten.

Förderung der Biodiversität
Neben den Obstbäumen pflegt "Natürlich Albachten!" auch die 700 Quadratmeter große, aus regionalem Saatgut entstandene Wildblumenwiese. 
Zur Förderung der Biodiversität wird die Blumenwiese bestenfalls abschnittsweise gemäht so das kleine Wieseninseln stehen bleiben. Diese bieten Insekten, Vögeln und Kleinsäugern Nahrung und Deckung. Damit die jungen Bäume sehr heiße Sommer wie zuletzt überstehen können, muss die Initiative viel gießen. das Grünflächenamt unterstützt hier mit der Aufstellung von Wassertanks, verspricht Wolfram Goldbeck.

In intensiven Gesprächen mit dem Grünflächenamt - und unterstützt durch politische Anträge - wurde der Wunsch der Initiative zur Patenschaft nun realisiert, so dass die Bürgerinnen und Bürger in Albachten in Zukunft hier selbst ernten können. Dann erfahren sie gleich vor Ort, wie köstlich die Birne "Köstliche von Charneux" tatsächlich ist und entdecken vielleicht ja auch, dass das sternförmige Kerngehäuse der Sternrenette ihren Namen gibt. 

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