11. September 2022 / Sport

Rat beschließt nächste Schritte für Stadion-Ausbau

Stadion soll zweitligatauglich ausgebaut werden

Der Rat hat den Weg für die Ausschreibung des Stadionausbaus freigemacht. In der Sitzung am Mittwoch (7. September) wurde die Verwaltung beauftragt, für die Vergabe an einen Totalübernehmer Sorge zu tragen. Auszuschreiben ist nun die Planung für das Gesamtprojekt, wobei die Planung eine stufenweise Umsetzung in geeigneten Bauabschnitten ermöglichen soll.

Damit stellte der Rat formal auch den grundsätzlichen Bedarf für die Umsetzung der folgenden Baumaßnahmen fest: Der Stadionbaukörper soll grundlegend zweitligatauglich ausgebaut werden. Künftig soll das Stadion mit zusätzlichen Logen und Businessbereichen ausgestattet sein, eine Kita beherbergen und eine energiewirtschaftliche Vorbildfunktion im Stadionbau einnehmen. Der Rat folgte damit einem Änderungsantrag der Fraktionen CDU, Bündnis 90/Die Grünen, SPD und Volt,der im Wesentlichen auf einem Vorschlag der Verwaltung aufbaut, mit dem Stadionausbau unter anderem aber noch weitreichendere ökologische Ziele verbindet als bislang geplant.

Unter anderem sollen weniger Stellplätze für das neue Stadion ausreichen und stattdessen die Anbindung an die Umweltverbundverkehre verbessert werden. Bereits vorhandene Parkplatzkapazitäten inklusive möglicher neuer Kooperationen im Umfeld sollen vorrangig genutzt werden. "Ziel ist es, möglichst wenige neue Kfz-Stellplätze am Stadion vorzuhalten", heißt es in dem beschlossenen Änderungsantrag.

In Anlehnung an den Verwaltungsvorschlag soll das Stadion als Plus-Energie-Bauwerk "mit maximaler Energieerzeugung und optimalem Beitrag zur städtischen Nachhaltigkeitsstrategie ausgebaut" werden, so der Änderungsantrag. Dabei soll die Finanzierung und der Betrieb der erwünschten regenerativen Energieanlagen durch die Stadtwerke mit Bürger*innen-Beteiligungsmodellen vorrangig verfolgt werden. Die Finanzierung des Plus-Energie-Standards soll nicht aus dem derzeitigen Baubudget in Höhe von 45,2 Millionen Euro erfolgen. Darüber hinaus soll das Stadion auch in ökonomischer und sozialer Hinsicht nachhaltig konzipiert werden. An der Begrifflichkeit "Plus-Energie-Gebäude" gab es in der Debatte Kritik, weil er nur die Energiekosten des Betriebs, nicht aber des Baus und der mit dem Betrieb verbundenen Verkehrsströme berücksichtige.

Im Zuge des Umbaus des städtischen Stadions soll wie von der Verwaltung vorgeschlagen auch eine Kindertageseinrichtung zwischen Ost- und Südtribüne platziert werden. Rund 80 Kinder werden dort in fünf Gruppen und drei Altersstufen aufgenommen werden (bis 6, bis 3 und unter 3 Jahren). Wird die Südostecke des Stadions planmäßig fertig, kann das eigenständige Eckgebäude für die Kita gleich nebenan 2027 bezogen werden.

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