10. November 2022 / Rund ums Wohnen

Immobilienmakler: Pro und Contra

„Brauche ich überhaupt einen Makler oder schaffe ich das auch alleine?“

Team Magri

Foto: Das Immobilienmaklerteam "MaklerinMünster" um Chefin Margherita Magri (auf dem Roller sitzend) ist eines von drei von der Zeitschrift Focus ausgezeichneten Maklerbüros in Münster.


Wer seine Immobilie verkaufen möchte, überlegt sicherlich zunächst: „Brauche ich überhaupt einen Makler oder schaffe ich das auch alleine?“

Um diese weitreichende Entscheidung zu fällen, sollte man sich zuerst einige Fragen ehrlich beantworten und sich vor Augen führen, was eigentlich auf einen zukommt.

  • Habe ich die Zeit, die es braucht, um sämtliche anfallende Tätigkeiten zu erledigen? Hierzu gehört beispielsweise die Anfertigung von guten Bildern genauso wie die Erstellung eines aussagekräftigen Exposés und die komplette Vermarktung der Immobilie sowie die Beantragung der nötigen Unterlagen beim Amt und zu guter Letzt natürlich die Durchführung von Besichtigungsterminen mit anschließenden Verhandlungen, die hoffentlich zum erfolgreichen Abschluss führen.
  • Angenommen ich habe die Zeit – habe ich die Geduld, um mich über einen längeren Zeitraum auf den Verkauf konzentrieren zu können, der unter Umständen den Zeitaufwand eines Vollzeitjobs mit sich bringt?
  • Habe ich die Nerven, zwischendurch auch die Rückschläge einstecken zu können?
  • Und möchte ich mich wirklich um jede Kleinigkeit selber kümmern müssen?

Nur wenn jede der Fragen ganz ehrlich mit Ja beantwortet werden kann, sollte man sich selbstständig an den Verkauf heranwagen – wobei natürlich jederzeit ein Makler eingeschaltet werden kann, wenn es doch nicht weitergeht. Selbstverständlich ist es grundsätzlich jedem Eigentümer erlaubt, zu entscheiden, ob er sein Objekt privat oder mithilfe eines Maklers verkauft. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile!

Der Vorteil, der beim Privatverkauf jedem sofort ins Auge sticht, ist natürlich der, dass der Erlös vollständig auf das eigene Konto geht. Dabei muss jedem privaten Verkäufer jedoch im Vorfeld klar sein, dass eventuell nicht der höchstmögliche Preis erzielt wird und auch die anfallenden Werbekosten selber getragen werden müssen. Der große Nachteil ist, wie bereits angedeutet, der zeitliche Aspekt. Der gesamte Aufwand ist vorab kaum abzusehen, da bei Sichtung der Unterlagen jederzeit neue Aufgaben, Termine, Behördengänge dazukommen und dadurch – sowie auch im Kontakt mit Interessenten - laufend neue Fragen aufkommen können.

Im gesamten Verkaufsvorgang gibt es sicherlich einige Aufgaben, die eine Privatperson tatsächlich relativ problemlos selber übernehmen könnte. Ein kompetenter Immobilienmakler übernimmt aber grundsätzlich alle Aufgaben, begleitet und berät ab der ersten Verkaufsabsicht, sichtet und bearbeitet alle Unterlagen, übernimmt sämtliche Behördengänge sowie die professionelle und zielgerichtete Vermarktung und steht bis zum erfolgreichen Abschluss persönlich zur Seite.

Schon bei der ersten Beratung kann die passende Verkaufsstrategie genau auf die Wünsche abgestimmt werden. Sollte es ein Eigentümer beispielsweise bevorzugen, dass seine Immobilie möglichst diskret verkauft wird, kann ein Makler dies ohne weiteres mittels eines secret sales verwirklichen. Insbesondere in diesem Fall bietet der Verkauf über einen Makler eindeutig die besseren Möglichkeiten.

Ein weiteres Problem, dass sich für Privatpersonen beim Verkauf ihrer Immobilien häufig ergibt, ist eine realistische Einschätzung des Werts ihrer liebgewonnenen Immobilie. Die eigene Immobilie besitzt natürlich zusätzlich zu ihrem tatsächlichen Wert einen hohen emotionalen Wert. Der Immobilienmakler ist zum einen objektiv und bewertet rein sachlich. Zum anderen hat er das fachliche Know-how, um eine aufwendige Immobilienmarktanalyse zu erstellen und bewertet das Objekt anhand von Sachwert-, Ertragswert- und Vergleichswertverfahren.

Von besonders hoher Zeitintensität kann vor allem die Zusammenstellung der Objektunterlagen sein. An dieser Stelle ist der Kontakt zu verschiedenen Ämtern erforderlich und ein hohes Maß an Organisation nötig. Die Aufbewahrung und Aufarbeitung sämtlicher Dokumente kann vom Verkäufer selber übernommen werden, ein Fachmann oder eine Fachfrau kann jedoch von vorneherein filtern, was wirklich benötigt wird und diese Unterlagen gesammelt verwahren.

Um den Verkauf möglichst zügig über die Bühne bringen zu können, ist es wichtig, ein aussagekräftiges Exposé zu erstellen. Hierzu gehören natürlich außerdem gute Fotos und die entsprechenden Grundrisse. Anhand von Exposé, Fotos und Grundrissen finden Interessenten schon vorab heraus, ob die Immobilie ihren Wünschen entspricht – sie können sozusagen gedanklich in das Objekt einziehen.      

Sind alle vorherigen Schritte gründlich durchgeführt worden, kann das Objekt schließlich im Internet und in den Printmedien vermarktet werden. Dabei ist es sinnvoll, verschiedene Immobilienportale zu nutzen und auch die entsprechende Zielgruppe zu kennen und ansprechen zu können. Auch hier stimmt sich ein Makler intensiv mit seinen Kunden ab und richtet sich nach ihren Wünschen. In der Regel hat er auch eine eigene Datenbank mit Interessenten, die vielleicht genau auf dieses Objekt gewartet haben. Erst recht, wenn der oben erwähnte secret sale gewünscht ist, ist die Datenbank Gold wert. Durch den Abgleich des Objekts mit den Suchprofilen aus der Kundendatei können ganz diskret Interessenten akquiriert werden.

Wenn schließlich potenzielle solvente Interessenten gefunden sind, übernimmt der Immobilienmakler die Terminabsprachen und die Besichtigungen. Dabei kann er sämtlichen Fragen Rede und Antwort stehen. Im Anschluss wird in Abstimmung mit dem Notar der Kaufvertrag erstellt. Auch bei der abschließenden Beurkundung stehen die Makler zur Seite und betreuen bis tatsächlich alle Unklarheiten beseitigt sind und die Immobilie übergeben ist.

Letztendlich ist die Beauftragung eines Maklers oder einer Maklerin für den Immobilienverkauf jedem Eigentümer freigestellt. Wer sich selbst an den Verkauf heranwagen möchte, kann sich im Internet gut über Anforderungen und Vorgehensweisen informieren. Wer beispielsweise beruflich aus einer ähnlichen Branche kommt oder wer ausreichend Zeit zur Verfügung hat, der wird wahrscheinlich den Verkauf auch meistern können.

Die Beauftragung eines Maklers erspart grundsätzlich viel Zeit und Nerven - und oft auch durchaus Geld, da die Vermarktungskosten vom Makler übernommen werden. Zusätzlich ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, den bestmöglichen Preis für die Immobilien zu erzielen, wenn die Wertermittlung von einem Profi vorgenommen wurde. Für den Verkauf ist es genauso ungünstig, mit einem zu hohen Preis an den Markt zu gehen wie mit einem zu niedrigen.  

Eigentümer, denen es eine Herzensangelegenheit ist, ihre Immobilie in den besten Händen zu wissen und die außerdem den bestmöglichen Preis erzielen möchten, sind tatsächlich am besten beraten, wenn sie den Verkauf von einer Maklerin oder einem Makler ihres Vertrauens durchführen lassen. 

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