6. Juli 2018 / Allgemein

Brandgefahr: Absolutes Rauchverbot im Wald

Stadt appelliert: Täglich ein Eimer Wasser für den Straßenbaum vor der Haustüre

Brandgefahr: Absolutes Rauchverbot im Wald
Veröffentlicht am 6. Juli 2018 um 07:00 Uhr

Münster (SMS) Die Straßenbäume und viele Pflanzen in den Grünanlagen leiden unter der langanhaltenden Trockenheit. Zugleich besteht erhöhte Brandgefahr. "In den Forsten gilt absolutes Rauchverbot", betont Stadtförster Hans-Ulrich Menke. Zugleich appelliert er an die Münsteraner: "Wer dem Baum vor der Haustür täglich einen Eimer Wasser gibt, hilft diesem sehr und sorgt auch für kühlere Luft, da mehr Feuchtigkeit durch das Blattwerk verdunsten kann."

Außer dem Wald ist das verdorrte Gras auf den Rasen- und Wiesenflächen sowie an Böschungen und Banketten brandgefährdet. Auch die Friedhöfe sind von der erhöhten Brand-gefahr betroffen. "Hier kann schon beim Anzünden oder Umfallen von Kerzen ein Flächenbrand entstehen, denn Nadelgehölze und Rindenmulch sind leicht entzündbar. Deswegen dürfen Kerzen allein in Grableuchten aufgestellt werden", erläutert Hans-Ulrich Menke.

Besonders sorgt sich das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit um die Straßenbäume, die oft in sehr kleinen Baumscheiben stehen. Wie in einem Blumentopf werden die Wasserreserven rasch aufgezehrt. In diesen Tagen werfen Bäume bereits Blätter ab. "Das ist zunächst ein natürlicher Selbstschutz, um die Verdunstungsfläche zu verkleinern", so Franz-Josef Gövert. Die  Silberlinden am Albersloher Weg kehren ihre hellen, unteren Blattseiten nach oben. Auch das ist ein Verdunstungsschutz.

Platanen werfen aktuell ihre Rinde ab. Diese "Häutung" ist bei dieser Baumart ein natürliches Phänomen und zeugt von einem guten Zuwachs. Platanen stammen schließlich aus wärmeren Klimazonen.

Derzeit werden vom Grünflächenamt vor allem die jungen Bäume verstärkt gewässert. Es setzt dabei auch Wassersäcke ein, die das Wasser langsam an die Wurzeln leiten. Wegen der außergewöhnlichen Trockenheit bittet es aber auch die Anwohner, bei "ihren" Straßenbäumen zu Gießkanne und Wassereimer zu greifen.

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