5. Juni 2019 / Bildung & Wissenschaft

Forscher, Sammler, Pflanzenjäger – unterwegs mit Humboldt & Co.

Ausstellung und Vorträge in der Orangerie der Universität Münster

Humboldt

Wie kamen Tulpe und Hortensie in unsere Gärten, Flamingoblume und Usambaraveilchen auf die Fensterbank? Von Sonntag, 9. Juni, bis Sonntag, 23. Juni, beleuchten die Experten des Botanischen Gartens der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) die Lebensläufe von Männern und Frauen, die in die entlegensten Winkel der Erde vordrangen, um Pflanzen zu sammeln.

Die Ausstellung „Forscher, Sammler, Pflanzenjäger – unterwegs mit Humboldt & Co.“ findet im Rahmen der bundesweiten Woche der Botanischen Gärten statt und stellt auf 15 großformatigen Tafeln Akteure aus unterschiedlichen Epochen vor. Macht, Geld und wissenschaftliche Neugier waren Hauptmotive für die Pflanzenjagd. Alexander von Humboldt, der mit seinem Begleiter Aimé Bonpland unzählige Pflanzen sammelte, ist anlässlich seines 250. Geburtstages der Pate der Ausstellung.

Fotos von Nils Köster und Boris Schlumpberger

Um zu zeigen, dass das wissenschaftliche Sammeln von Pflanzen auch in der heutigen Zeit und in Münster aktuell ist, lädt der Botanische Garten darüber hinaus zu zwei Abendvorträgen ein. Am Mittwoch, 12. Juni, berichtet der Kustos und technische Leiter des Botanischen Gartens, Dr. Dennise Stefan Bauer, über seine Forschungsreisen nach Brasilien in den Regenwald Mata Atlântica und die Savannenregion Cerrado. Am Mittwoch, 19. Juni, erzählt WWU-Geobotaniker Prof. Dr. Frederikus J. A. Daniels von seinen Reisen in die Arktis und ihrer faszinierenden Pflanzenwelt. Beide Vorträge beginnen um 19 Uhr in der Orangerie, Schlossgarten 3.

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