5. Juni 2019 / Allgemein

Neue Idee für urbanes Gärtnern

Die „Ackerwinde“ soll als vertikaler Garten Betonwüsten zurückerobern

Ackerwinde

Beim Wort „Ackerwinde“ schrillen bei vielen Gärtnern erst einmal die Alarmglocken. Doch bei genauerem Hinsehen entpuppt sich diese so getaufte Idee als vertikales Anbausystem. Da hierbei die Fläche vervielfacht wird, soll sich die Ackerwinde besonders dort gut eignen, wo wenig Platz zum Gärtnern ist: in der Stadt.

Als Stecksystem soll die Ackerwinde für jeden leicht aufzubauen sein. Und nicht nur Kräuter, Pflücksalate oder Stiefmütterchen sollen darin wachsen können. Laut dem Erfinder können auch größere, tiefwurzelnde Gemüsearten angebaut werden können, da die Ackerwinde über ein großes Erdvolumen verfügt.

Jan Lanvers hat die Ackerwinde im Master Ökologische Agrarwissenschaften in Witzenhausen entwickelt. Gebürtig kommt er aus Emsdetten, hat dann in Münster Landschaftsökologie studiert und sich dann -praktisch wie theoretisch- der ökologischen Landwirtschaft zugewandt. Nun möchte er mit der Ackerwinde zurück nach Münster, um damit die Themen nachhaltige Stadtentwicklung und Ernährung darzustellen. „Münster ist nicht nur durch die Promenade bereits eine sehr grüne Stadt und hat auch bereits einige Urban-Gardening-Projekte,“ so Jan Lanvers, „daher passt die Ackerwinde einfach zu Münster, finde ich.“ Ob sie sich dann auch so invasiv ausbreiten soll wie die Kaninchen auf dem Ludgerikreisel, dazu schmunzelt er nur.

Gemeinsam mit seiner Schwester Teresa und seinem Cousin Nathan hat er nun das Startup „Urbanga“ gegründet. Um die Ackerwinde erschwinglicher zu machen, sammeln sie gerade noch bis zum 10. Juni mit ihrer Crowdfunding Kampagne für die erste Kleinserie.

Crowdfunding und Infos unter www.startnext.com/ackerwinde

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