9. Oktober 2018 / Allgemein

Familie Klimke tauft Przewalski-Pferde im Allwetterzoo Münster

Familie Klimke tauft Przewalski-Pferde im Allwetterzoo Münster

Familie Klimke tauft Przewalski-Pferde im Allwetterzoo Münster

Die Reiterfamilie rund um Ingrid Klimke aus Münster ist Schirmherr des Zucht- und Erhaltungsprojektes für das Przewalski-Pferd im Allwetterzoo Münster. Am 25. September 2018 besuchten die Klimkes ihre Patenpferde und tauften die beiden Fohlen aus dem Jahr 2018. „Nemo“ und „Bobby“  heißen die beiden Przewalski- Hengst-Fohlen, die am 1. und 23. Mai 2018 im Allwetterzoo Münster zur Welt kamen.

Das Przewalkski-Pferd
Das freilebende Przewalski-Pferd starb in den 1960er Jahren aus. Entdeckt wurden diese Pferde  im Jahre 1877 vom Geographen Nicolaj M. Przhevalsky auf einer seiner Expeditionen. Im Jahr 1881 wurde es dann wissenschaftlich beschrieben und nach seinem Entdecker Equus przewalskii benannt.  In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts brach die Population des Przewalski-Pferdes völlig zusammen, der letzte freilebende Hengst wurde 1969 gesehen. Danach galt das Przewalski-Pferd in freier Wildbahn als ausgestorben.

Aktuelle Untersuchungen legen nahe, dass es sich beim Przewalski-Pferd nicht um ein Wildpferd im engeren Sinne handelt, sondern dass es in Wirklichkeit Abkömmlinge der ersten domestizierten Pferde der Botai-Kultur sind. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um den Status dieser Tiere und ihre Bedeutung im Natur- und Artenschutz zu klären.     

Zoos kooperieren weltweit für den Erhalt der Przewalski-Pferde
Seit Anfang der 1980er Jahre wurde ein Zuchtbuch etabliert und ein weltweites Zuchtprogramm für die Wiederauswilderung von nachgezüchteten Przewalski-Pferden entwickelt. Die ersten Tiere wurden von Zoos 1992 in die Mongolei gebracht – in so genannte Semireservate. Dort konnten die Przewalski-Pferde zunächst in einer natürlichen Umgebung gehalten und ihr Verhalten beobachtet werden. Ab 1997 wurden die ersten Przewalski-Pferde in die Wildnis entlassen. Heute leben wieder einige hundert Przewalski-Pferde in der freien Natur, die meisten von Ihnen in der Mongolei, aber auch in China und Ungarn. Dieser große Erfolg ist nur durch die Etablierung eines Zuchtbuches und durch die engagierte Arbeit einiger, europäischen Zoos – wie dem Allwetterzoo Münster - möglich geworden. Seit dem Jahr 2013 beteiligt sich der Allwetterzoo Münster wieder aktiv an der Nachzucht von Przewalski-Pferden. Aktuell ist der Hengst „Peppo“ aus dem Jahr 2016 für die Auswilderung in die Mongolei vorgesehen. Er lebt derzeit in einem Semi-Reservat in der Nähe von Sprakel, in dem er auf sein Leben in der freien Natur vorbereitet wird. Ob die aktuellen Nachzuchten im Allwetterzoo Münster schließlich auch für Wiederansiedlungsprojekte genutzt werden, bleibt noch abzuwarten. Momentan toben die beiden Fohlen „Nemo“ und „Bobby“ mit ihrer Herde auf ihrer Anlage in Münster und genießen den herbstlichen Spätsommer

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