28. November 2023 / Kunst & Kultur

Premiere am 02.12.2023, 19.30 Uhr, Großes Haus: Die Dreigroschenoper

Nach John Gays Beggar`s Opera / Bertolt Brecht (Text), Kurt Weill (Musik) unter Mitarbeit Von Elisabeth Hauptmann

Dreigroschenoper

Foto (Sandra Then): Die Dreigroschenoper


Es ist ein Fest der Skrupellosigkeit, des Nachtlebens und der verruchten Liebe – eine Oper der kaltblütigen und erbarmungslosen Verbrecher, die auch gern ein glamouröses Leben hätten oder zumindest ein größeres Stück vom Kuchen des Glücks als ihr Nebenmann. Und wer kann es ihnen verübeln? Denn wer wäre das nicht gerne – ein glücklicher und guter Mensch?

Die beiden Gangster Peachum und Mackie Messer konkurrieren mit unlauteren Mitteln um die Vormacht im Londoner Untergrund: Während Peachum eine Agentur für besonders Mitleid erregende Bettler betreibt, weiß Mackie außerordentlich gut, wie es sich stehlend und mordend auf Kosten anderer leben lässt. Als Mackie und Peachums Tochter Polly heimlich heiraten, verspricht das neu vermählte Paar, Soho auf den Kopf zu stellen – und produziert einen handfesten Skandal im Verbrecher-Milieu. So groß die Lücken im rechtsstaatlichen System, so korrumpierbar sind seine Individuen, deren harten Egoismus und blanken Überlebenswillen Brechts ikonisches Stück aus der Weimarer Republik leidenschaftlich und ehrlich zelebriert. Kurt Weills nicht minder ikonische Musik lädt dazu ein, mit ihnen und ihren Sünden zu schwelgen und auch mitzufühlen: „Ja, da muß man sich doch einfach hinlegen / Ja, da kann man doch nicht kalt und herzlos sein!“

Der Regisseur Sebastian Schug, der in der letzten Spielzeit den großen Publikumserfolg Das Vermächtnis im Kleinen Haus inszeniert hat, kehrt mit dieser Inszenierung an das Theater Münster zurück – nun auf die große Bühne. Er inszeniert Brechts Klassiker und Welterfolg der Weimarer Republik, der allein in der Spielzeit 1928/29 200 Mal inszeniert wurde, als Tanz auf dem Vulkan einer untergehenden Gesellschaft und als wildes und schillerndes Spektakel, das den Ursprüngen der Dreigroschenoper im England des 18. Jahrhunderts ästhetisch ebenso nachspürt wie dem französischen Theater des Grand Guignol und dessen Horror-Elementen.

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