29. Oktober 2022 / Natur & Umwelt

Neue Photovoltaikanlage am Wasserwerk Hohe Ward

Ökostrom für die Trinkwassergewinnung

Ökostrom

Foto: Magnus Losinzky, Helmut Schwarzer, Max Wolf und Dominik Pollok (v. l.) und freuen sich über die neue Photovoltaikanlage am Wasserwerk Hohe Ward. Sie erzeugt Ökostrom, der direkt für die der Trinkwassergewinnung eingesetzt wird.


Schon heute setzen die Stadtwerke für die Trinkwassergewinnung zu 100 Prozent Ökostrom ein. In Zukunft wird ein Teil dieses Stroms direkt vor Ort gewonnen. Dafür belegen die Stadtwerke Dachflächen an den Wasserwerken mit Photovoltaikanlagen. „Egal ob Wohnhäuser, Gewerbeimmobilien oder Industriehallen: Photovoltaik kann fast überall eingesetzt werden und dezentral Ökostrom erzeugen. Darum wollen wir viel mehr Strom aus der Sonne erzeugen, auch auf unseren eigenen Dächern wie hier in der Hohen Ward“, sagt Max Wolf, Abteilungsleiter Erneuerbare Energien bei den Stadtwerken. Ziel der Stadtwerke ist es, 2030 den kompletten Stromverbrauch von Münsters Haushalten erneuerbar selbst zu produzieren, vorrangig aus Wind und Sonne.

Fast 100.000 Kilowattstunden Ökostrom können die beiden Anlagen am Wasserwerk im Jahr erzeugen, genutzt wird dieser direkt vor Ort: „Pumpen und Steuerungstechnik sind hier rund um die Uhr im Einsatz, um Trinkwasser zu fördern und in bester Qualität an die Haushalte in Münster zu liefern“, sagt Dominik Pollok, Leiter der Wasserwerke. „Dass wir dafür nun auch eigenen Ökostrom einsetzen, macht das Trinkwasser noch klimaschonender.“ Verglichen mit Flaschenwasser, das aufwändig abgefüllt und per Lkw transportiert werden muss, ist Trinkwasser ohnehin deutlich umweltfreundlicher.

Die Anlagen befinden sich auf Dächern von Nebengebäuden, der denkmalgeschützte Rundbau des Wasserwerks aus dem Jahr 1906 eignet sich schon aufgrund der Form nicht für die Stromerzeugung. Errichtet hat die Anlage der Fachbetrieb H. Schwarzer Energie-Solartechnik aus Münster. „Gerade die Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Betrieben ist uns wichtig, um möglichst schnell viele Anlagen bauen zu können“, so Max Wolf.

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