28. April 2021 / Allgemein

Deutscher Fahrradpreis: Münster steht auf dem Siegertreppchen

Digitale Preisverleihung beim Nationalen Radverkehrskongress

Fahrradstraßen

Foto (Stadt Münster): Fahrradstraßen in Münster nach dem neuen Qualitätsstandard.


Die Stadt Münster hat mit den Fahrradstraßen nach neuem Qualitätsstandard den 2. Preis des deutschen Fahrradpreises gewonnen. Anlässlich der Preisverleihung sagte Oberbürgermeister Markus Lewe: "Die Auszeichnung mit dem Deutschen Fahrradpreis bestärkt uns darin, dass wir den richtigen Weg verfolgen. Mit den neuen Qualitätsstandards sind wir bundesweites Vorbild. Auch in den kommenden Jahren wollen wir die Infrastruktur für Radfahrende in Münster weiterentwickeln, damit wir noch mehr Menschen für die Leeze als Alltagsverkehrsmittel begeistern."

Stadtbaurat Denstorff nahm die Auszeichnung im Rahmen des digitalen 7. Nationalen Radverkehrskongresses entgegen: "Die Fahrradstraßen stehen dafür, dass die Radfahrenden in Münster sicher, komfortabel und zügig an ihr Ziel kommen. Sie sind einladend und leicht verständlich."Neuaufteilung des Verkehrsraumes im Fokus 
Die Jury würdigte die zukunftsweisenden Standards und die damit verbundene Neuaufteilung des öffentlichen Straßenraumes. "Die Umgestaltung führt dazu, dass Fahrkomfort sowie Sicherheit für Radfahrende gesteigert und damit neue wegweisende Standards bundesweit erfolgreich gesetzt werden. Gleichzeitig wird die Aufenthaltsqualität im gesamten Straßenraum deutlich verbessert, nicht zuletzt auch für die Fußgänger", führt die Laudatorin Christine Fuchs vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise NRW (AGFS) aus.

Einmal im Jahr zeichnet "Der Deutsche Fahrradpreis" die besten Projekte der Radverkehrsförderung in drei Kategorien aus. Der 1. Platz in der Kategorie "Infrastruktur" ging an das Projekt "Pop-up-Radwege in Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg". Die Region Hannover mit dem Projekt "Digitalisierung nutzen: GPS-Radverkehrsdaten für eine ganzheitliche Radverkehrsstrategie" siegte in der Kategorie "Service" und in der Kategorie Kommunikation" konnte sich die Kidical Mass Köln mit dem "Aktionswochenende 2020: Platz da für die nächste Generation!" durchsetzen. Der erste Platz jeder Kategorie ist mit 5000 Euro dotiert, Platz zwei mit 3000 Euro und die Drittplatzierten erhalten 1500 Euro Preisgeld. Zudem werden die "Fahrradfreundlichste Persönlichkeit", in diesem Jahr Eckart von Hirschhausen, und die Gewinner eines Foto- und Fahrradkulturwettbewerbs geehrt.

Weitere Fahrradstraßen 2.0 folgen 
Auch in den kommenden Jahren baut die Stadt Münster Fahrradstraßen nach den neuen Qualitätsstandards um. In diesem Jahr wird ein Teil vom Bohlweg zur Fahrradstraße, für weitere Straßen im Stadtgebiet startet die Bürgerbeteiligung. Auf den Internetseiten www.stadt-muenster.de/verkehrsplanung/mit-dem-rad/fahrradstrassen sind umfassende Informationen über die Fahrradstraßen zusammengetragen. Weitere Informationen rund um das Thema Mobilität können Interessierte unter www.mobilitaet-in-muenster.de finden.

Hintergrund:
Mit dem Deutschen Fahrradpreis werden jährlich durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS) die innovativsten Projekte des Landes zur Radverkehrsförderung ausgezeichnet. Verliehen wird der "Deutsche Fahrradpreis" für die Kategorien "Infrastruktur", "Service" und "Kommunikation". Zudem werden die "Fahrradfreundlichste Persönlichkeit" und die Gewinner des Foto- und Fahrradkulturwettbewerbs geehrt. Partner des Wettbewerbs sind der Verbund Service und Fahrrad e.V. und der Zweirad-Industrie-Verband e.V. Ausgewählt werden die neun besten Projekte von einer Expertenjury aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Verbänden.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende der Freien Hansestadt Hamburg, Claus Ruhe Madsen, Oberbürgermeister der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und Christine Fuchs, Vorstand der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS), übergaben heute auf dem digitalen Nationalen Radverkehrskongress in Hamburg die Gewinnerpreise.
Die Preisverleihung zum Nachsehen, Bilder von der Preisverleihung sowie alle ausgezeichneten Projekte stehen auf der Internetseite www.der-deutsche-fahrradpreis.de bereit.

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