22. Juni 2023 / Politik

Klimaneutralität: Dashboard zeigt, wo Münster steht

Daten machen Fortschritte auf verschiedenen Ebenen transparent

Klimadashboard

Foto (Stadt Münster/Julian Meyer): Freuen sich über den Start des Klima-Dashboards: Pia Niehues (Stabsstelle Klima, v.l.), Thomas Terstiege (Stabsstelle Smart City), Dr. Caroline Schwintek (Dezernentin des Büros des Oberbürgermeisters), Oberbürgermeister Markus Lewe und Stadtbaurat Robin Denstorff. 


Wo steht Münster auf dem Weg zur Klimaneutralität? Wie zeigen sich Fortschritte beim Klimaschutz? Und wie sind die Folgen des Klimawandels in unserer Stadt eigentlich sichtbar? Die wichtigsten Daten zu diesen Fragen liefert die Stadt Münster ab dem 22. Juni 2023 online unter www.klimadashboard.ms. Sie bilden die Basis für weitere Weichenstellungen in den Bereichen Klimaschutz und Klimafolgenanpassungen und damit verbunden in der integrierten Stadtentwicklung und Stadtplanung.  

"Das Klimadashboard gibt einen Eindruck, auf wie vielen unterschiedlichen Ebenen Fortschritte nötig sind, um Klimaneutralität zu erreichen", sagt Oberbürgermeister Markus Lewe. "Es zeigt aber auch, wie viele Menschen, Unternehmen und Einrichtungen in unserer Stadt sich bereits auf den Weg gemacht haben, damit wir gemeinsam unser Klimaziel erreichen."

Daten werden laufend aktualisiert
Einer der Fortschritte, die das Klimadashboard zeigt: Aktuell sind schon 38 Elektrobusse in der Busflotte der Stadtwerke unterwegs, vor drei Jahre waren es erst 16. Bis 2029 wird die Busflotte komplett elektrisch fahren. Auch Daten zur Energiewende werden dargestellt: 6003 Photovoltaik-Anlagen sind in Münster mit einer Leistung von 91 Megawatt Peak (MWp) installiert. Wenn alle Dach- sowie Freiflächen, die sich für Photovoltaik-Anlagen potenziell eignen, auch tatsächlich genutzt werden würden, könnte die Stadtgesellschaft gemeinsam auf bis zu 2400 MWp kommen.

"Diese und weitere Daten werden auf dem Klimadashboard laufend aktualisiert und perspektivisch sollen es noch mehr werden. Dadurch sollen weitere wesentliche Entwicklungen im Klimaschutz und in der Klimaanpassung anschaulich und transparent dargestellt werden", erklärt Pia Niehues von der Stabsstelle Klima.

Daten und Software frei verfügbar
Um die Inhalte des Klimadashboards so weit wie möglich zu verbreiten, setzt die Stadt auf Open Data (Offene Daten) und Open Source (Freie Software). "Alle dargestellten Zahlen werden über das Open-Data-Portal der Stadt Münster für weitere Anwendungen maschinenlesbar zur Verfügung gestellt. Die Software ist zur Adaption, Verbesserung und Verbreitung frei verfügbar", erklärt Thomas Terstiege, Projektleiter in der Stabsstelle Smart City, was hinter den Begriffen steckt. "So schaffen wir ein transparenteres Verwaltungshandeln in Münster und ermöglichen es darüber hinaus auch anderen Städten, schnell ein Klimadashboard nach münsterschem Vorbild zu realisieren."

Das Klimadashboard Münster ist von den städtischen Stabsstellen Smart City und Klima in Zusammenarbeit mit weiteren Ämtern und Töchtern des Stadtkonzerns entwickelt worden. Die Maßnahme wurde im Rahmen der Strategiephase (Januar 2022 - Juni 2023) des Programms "Modellprojekte Smart City (MPSC)" vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gefördert.

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