19. Februar 2020 / Tourismus

Erneut mehr Touristen im Münsterland

Tourismuszahlen 2019: Erneutes Plus im Münsterland

Foto (Münsterland e.V./Hans Zaglitsch): Die Schlösser und Burgen im Münsterland wie hier Burg Vischering ziehen immer mehr Besucher an.


Analog zu den letzten Jahren sind damit die Tourismuszahlen für das Münsterland erneut gestiegen, wenn auch in den letzten Jahren etwas geringer als die Jahre zuvor.

Michael Kösters, Generalbevollmächtigter und Tourismus-Experte beim Münsterland e.V., betont: "Natürlich sind die Zuwächse erfreulich, jedoch sollten wir – Politik, Medien und Tourismusbranche – stärker dazu übergehen, nicht nur die rein quantitative Nachfragestatistik zu betrachten. Übernachtungszahlen und Ankünfte müssen immer auch ins Verhältnis gesetzt werden, etwa zur Angebotsentwicklung, zu besonderen Ereignissen oder einem längeren Zeitraum. Zum Beispiel ist ein Vergleich zum Vorjahr oft nicht so aussagekräftig, wie ein längerer Betrachtungszeitraum. So konnten wir von 2008 bis 2018 im Münsterland ein Übernachtungsplus von einem guten Drittel verzeichnen, gleichzeitig ist die Zahl der angebotenen Betten ‚nur‘ um etwa 15 Prozent gestiegen."

Neben der Quantität sei auch die Qualität wichtig. "Der Fokus sollte auch auf der qualitativen Entwicklung liegen, etwa auf der Steigerung der Gästezufriedenheit oder dem Zuwachs der Gesamtwertschöpfung, also dem Beitrag zur Wirtschaftsleistung aus dem Tourismus." Dafür wolle man, so Kösters, "gemeinsam mit den anderen Regionen in NRW und dem Tourismus NRW e.V. im Zuge der neuen Landestourismusstrategie stärker in die Marktforschung investieren, um entsprechende Entwicklungen aufzuzeigen und reagieren zu können."

Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V., ergänzt: "Wenn wir weiterhin konkurrenzfähig bleiben wollen, müssen wir als Region dauerhaft in Angebot, Qualität, Service und Marketing investieren. Dafür haben wir zusammen mit unseren Partnern in der Region verschiedene, groß angelegte Projekte zur Tourismus- und Regionalentwicklung angestoßen und setzen diese um. Auch müssen wir uns intensiver um eine engere Verzahnung von Tourismus- und Standortentwicklung kümmern und Antworten auf organisatorische Fragen zur Destinationsentwicklung geben, also der Aufgabenverteilung auf Landes-, regionaler und lokaler Ebene."

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