Archivfoto (Thomas Nufer): Regine Andratschke schlägt das Publikum in der Nacht der toten Dichter in ihren Bann.
Am Freitag (14.8.), den Samstagen (15.8. und 22.8.) und Sonntag (23.8.) lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) jeweils ab 20 Uhr zu einem "poetischen Sommerabend" in den Museumsgarten des LWL-Museums für Naturkunde in Münster ein. Eine Kombination aus Dichtung, Schauspiel und Live-Musik lässt die Werke westfälischer Schriftsteller und Schriftstellerinnen neu aufleben. Picknick erlaubt: Das Museum bittet darum, Decken und Verpflegung selbst mitzubringen. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Westfälische Dichter und Dichterinnen erhalten eine zweite Chance: Für etwa zweieinhalb Stunden dürfen sie dem Jenseits entsteigen und an ihre alten Wirkungsstätten zurückkehren - geschickt von den Göttern, die dem Flehen der Dichter endlich nachgegeben haben. Und so kehren Annette von Droste-Hülshoff, Hermann Landois, Christian Dietrich Grabbe und Peter Hille zurück auf die Erde - bei Live-Musik mit Cello und Gitarre.
Bei Anbruch der Dämmerung erscheinen Gestalten aus einer anderen Zeit: Die Dichterinnen und Dichter wandeln durch die Reihen der Picknickgesellschaft, setzen sich zu den Menschen und rezitieren ihre Werke. Monologe und Gedichte vermischen sich mit dem Klang von Cello und Gitarre.
Ein besonderer Gast reist aus der Zukunft an: Ein Replikant aus dem Jahr 2036 taucht unerwartet auf und wirft mit seinen Berichten über das gesellschaftliche Leben der kommenden Jahrzehnte neue Fragen auf. Verwirrend und faszinierend zugleich will er die Vergangenheit mit der Zukunft ins Gespräch bringen. Die Vorstellung endet so, wie sie begann: Mit dem Einbruch der Dunkelheit verschwinden die Dichter:innen - begleitet vom Replikanten, der sich seinem Schicksal nur zögerlich fügt - zurück in die jenseitigen Gefilde.
Künstlerisches Ensemble
Die literarischen Rollen werden verkörpert von Regine Andratschke, Markus von Hagen, Eckhard Ischebeck, Stefan Naszay und Tilman Rademacher. Außerdem tritt Ex-Zoodirektor Jörg Adler in Erscheinung. Für die musikalischen Akzente sorgen Yoon Han am Cello und Michael Kolberg an Gitarre und Soundeffekten. Die Idee, Umsetzung und Gestaltung stammen von Thomas Nufer.











