Foto (LWL/Steinweg): Bei dem Riesenammoniten handelt es sich wahrscheinlich um einen weiblichen Ammoniten, mit einem Durchmesser von 1,75 Metern. Im Vergleich dazu die Silhouette eines Menschen.
Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster sucht einen Namen für sein Wahrzeichen: den größten Ammoniten der Welt. Seit 1895 ist das etwa 80 Millionen Jahre alte Fossil im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) beheimatet. Der versteinerte ehemalige Meeresbewohner wiegt rund 3,5 Tonnen und ist 1,75 Meter groß ist.
Bei dem Kopffüßer "Parapuzosia seppenradensis" handelt es sich wahrscheinlich um einen weiblichen Ammoniten. Nun soll die Urzeit-Riesin endlich einen Namen bekommen - und dabei will das LWL-Museum seine aktuellen und zukünftigen Besuchenden mitentscheiden lassen.

Das Lebensbild zeigt, wie der Ammonit ausgesehen haben könnte.
Abbildung: Lebensbild Ammonit, Öl auf Leinwand 2007 ©Wolfgang Sippel
Zur Wahl stehen drei Namensvorschläge aus dem Museumsteam, die die Bedeutung und Geschichte des Ammoniten widerspiegeln sollen:
- "Maxima", das Exemplar ist der größte Ammonit der Welt
- "Petra Puzosia"", ein Wortspiel nach dem wissenschaftlichen Namen "Parapuzosia seppenradensis"
- "Kaline", ein liebevoller Kosename für "Mädchen" auf Masematte (ein regionaler Dialekt aus Münster)
"Unser Riesenammonit ist seit über 130 Jahren ein Höhepunkt unseres Hauses und ein echtes Symbol für die spannende Geschichte der Urzeit in Westfalen", sagt Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Ole Kriegs. "Mit der Namenssuche möchten wir die Menschen einbeziehen und das Fossil noch persönlicher machen."
Alle Interessierten sind eingeladen, bis Ende Februar 2026 auf den Social-Media-Kanälen, direkt im Museum oder per E-Mail für ihren Favoriten zu stimmen - einfach eine Nachricht mit dem Stichwort "Ammonit" und der Angabe des ausgewählten Namens zum Beispiel per Mail an: naturkundemuseum.presse@lwl.org.
Der Name wird im März 2026 bekanntgegeben.
Ab Juli 2026 ist in einer neuen Ausstellung des Museums eine lebensechte Rekonstruktion des Ammoniten zu sehen. Außerdem schwimmt er in einem digitalen Paläo-Aquarium durch die längst vergangenen Meere der Kreidezeit.











