Foto (Sandra Then): Regine Andratschke (rechts) als „Großmutter“ in „Geschichten aus dem Wienerwald“ von Ödön von Horváth.
Sie verlässt das Theater Münster, der Bühne aber wird sie garantiert weiterhin verbunden bleiben. Schauspielerin Regine Andratschke, ist am kommenden Mittwoch, 21. Juni in der Inszenierung „Geschichten aus dem Wiener Wald“ um 19.30 Uhr im Großen Haus zum letzten Mal als Ensemblemitglied des Stadttheaters zu erleben. Die beliebte Schauspielerin, die seit der Spielzeit 2002/03 in Münster im Engagement ist, scheidet aus Altersgründen aus.
Regine Andratschke erhielt ihre Schauspielausbildung am Theater der Keller in Köln. Engagements führten sie seit 1981 an das Rheinische Landestheater Neuss, das Theater Bielefeld, das Schlosstheater Moers, das Schauspielhaus in Wuppertal und die Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld/Mönchengladbach sowie das Schauspiel Bochum, wo sie u.a. mit Jürgen Gosch, Frank-Patrick Steckel und Niels-Peter Rudolph zusammenarbeitete. In Münster war Regine Andratschke in zahlreichen Rollen zu erleben: Sie spielte die Kristin in „Apologia“, Frau Zucker in „Unschuld“, Hester in „Licht unter Tage“, den Monolog „Der Hals der Giraffe“, die Mutter Hase in „Hase Hase“, Claire in „Die Ereignisse“, Erna in „Die Präsidentinnen“, Frau Imelda in „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“, die Mutter in „Andorra“, die „Blaue Frau“ in dem gleichnamigen Stück nach dem Roman von Antje Rávik Strubel sowie die Frosine in „Geizige“.
Neben dem Theater ist Regine Andratschke auch immer wieder in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Seit 10 Jahren ist sie zudem Dozentin an der Musikhochschule der Universität Münster und arbeitet dort mit Sängern und Instrumentalisten an szenisch-schauspielerischen Inhalten sowie an einer überzeugenden Präsenz auf der Bühne. 2013 wurde sie für ihre besondere künstlerische Leistung mit dem Preis der Musik- und Theaterfreunde Münster ausgezeichnet.

Foto (Bettina Stoess): Keelan Whitmore und Tanz Münster in „Die vier Jahreszeiten“ von Lillian Stillwell
Zum Ende der Spielzeit verlässt auch Keelan Whitmore, derzeit Gasttänzer im Ensemble von Tanz Münster und Koordinator für Diversität und Tanzvermittlung das Theater Münster, um seine künstlerische Laufbahn in den USA fortzusetzen.
Keelan Whitmore, gebürtig aus Rockford, Illinois, erhielt seine Ausbildung an der Rockford Dance Company und der Joffrey Ballet School/New School University. Darüber hinaus absolvierte er die Interlochen Arts Academy in Michigan sowie das St. Mary's College L.E.A.P. Program, wo er seinen Bachelor of Arts in Dance Performance und den Dean's Professional Student Award erhielt. Als Mitglied des Kansas City Ballet von 2001 bis 2006 tanzte Whitmore Werke von Choreographen wie George Balanchine, Nacho Duato, Jerome Robbins und Twyla Tharp. Im Jahr 2006 wurde Whitmore Mitglied des Suzanne Farrell Balletts, mit dem er im Kennedy Center auftrat und zum Edinburgh International Festival eingeladen wurde.
Keelan Whitmore arbeitet seit vielen Jahren als Choreograf und Tanzpädagoge. Seine Arbeiten wurden in Workshops und Gala-Vorstellungen des Kansas City Ballet, der Virginia School of the Arts, des LINES Ballet Educational Programs, der Austin Paey University, des Regional Dance America und von Tanz Theater und vom Jungen Theater Münster gezeigt. Er war Mitbegründer des in Kansas City ansässigen multidisziplinären Ensembles Quixotic Fusion. Von 2006 bis 2013 tanzte er beim Alonzo King LINES Ballet und von 2014 bis 2021 als Solist beim TanzTheater Münster unter der Leitung von Hans Henning Paar.











