13. März 2022 / Wirtschaft & Finanzen

Unternehmer Marcus Diekmann startet Job-Initiative für geflüchtete Menschen aus der Ukraine

Job-Plattform soll Geflüchteten aus der Ukraine eine schnelle Perspektive bieten

Jobaid

Die Initiative Händler helfen Händlern unter der Federführung von Unternehmer Marcus Diekmann startet mit jobaidukraine.com eine kostenfreie Job-Plattform, um geflüchteten Menschen aus der Ukraine eine schnelle Perspektive in Deutschland zu bieten.


Foto (Simon Thon): Unternehmer Marcus Diekmann will geflüchteten Menschen aus der Ukraine Perspektiven aufzeigen.

Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine sind innerhalb von zehn Tagen bereits mehr als 1,5 Million Menschen geflohen. Davon geht das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR aus und rechnet bislang mit bis zu vier Millionen Geflüchteten.

Die Pro Bono Initiative Händler helfen Händlern hat sich dazu entschieden, eine zentrale Jobplattform für Menschen aus der Ukraine zu entwickeln und kostenfrei online zu stellen. Dazu gründet Marcus Diekmann einen gemeinnützigen Verein, um dort ehrenamtliche Kräfte zu bündeln. „Es fehlen in Deutschland über eine Millionen Arbeitskräfte in Pflege, Landwirtschaft, Gastronomie und auch in der Digitalwirtschaft. Zeitgleich gelingt eine Integration von Flüchtenden nur dann, wenn wir den Menschen Jobs besorgen. Das ist sehr wichtig, darum haben wir uns dazu entschieden“, erklärt Marcus Diekmann, Geschäftsführer IB Company bei Peek & Cloppenburg sowie Gesellschafter bei Rose Bikes, einer der Initiatoren, der dieses Projekt zusammen mit Christian Weis, Geschäftsführer bei Business-On, angeschoben hat.

Die Homepage ist zweisprachig aufgebaut. Alle Informationen sind sowohl in englischer, als auch ukrainischer Sprache zu finden. Jobsuchende können sich die bereits vorhandenen Stellenangebote anschauen, Firmen können kostenfrei Stellen inserieren. Damit kein Missbrauch geschieht, wird jedes einzelne Inserat von einem Team von aktuell fünf Ehrenamtlichen geprüft und freigeschaltet.

Seit dem Wochenende sind bereits über 1.200 Jobangebote online, u. a. von BabyOne, Eismann und Bergfreunde. Weitere Unternehmen wie Douglas und SAP haben angekündigt, zeitnah Angebote einzustellen. „Die Plattform ist branchenübergreifen, alle Unternehmen, Händler, Hersteller, Gastronomen, landwirtschaftliche Betriebe, Pflege-Unternehmen etc. können auf unserer Plattform kostenlos Jobs einstellen und Menschen aus der Ukraine diese dort finden“, so Marcus Diekmann
weiter.

Unterstützer des Projekts sind unter anderem der Software-Entwickler Minubo, der die Plattform mit IT und Redaktion unterstützt, und der Shopsoftware-Hersteller Shopware, der das Projekt finanziell für Online-Anzeigen in der Ukraine unterstützt. Die Agentur vow to the new hat kostenfrei das Corporate Design entwickelt, die Kanzlei Kliemt kümmert sich unentgeltlich um die rechtlichen Fragen.

Über Händler helfen Händlern
Die Pro-Bono-Initiative „Händler helfen Händlern“ startete am 19. März 2020, als aufgrund der Corona-Pandemie deutschlandweit nicht systemrelevante stationäre Geschäfte ihr Ladentüren schließen mussten. Dazu haben führende mittelständische Handelsunternehmen eine Gruppe auf der Karriereplattform LinkedIn ins Leben gerufen, Unternehmer und Unternehmerinnen informiert und untereinander vernetzt. Die Gruppe zählt mittlerweile über 4.600 Mitglieder, darunter Händler, Handels- und Wirtschaftsverbände, Journalisten und Handelsexperten. Händler wie Rose Bikes, BabyOne, MediaMarkt, Saturn, TomTailor und Intersport unterstützen die Initiative.

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