Über 300 Läuferinnen und Läufer beim 5. LVM-Skyrun

Über 300 Läuferinnen und Läufer beim 5. LVM-Skyrun

Pünktlich um 9:00 Uhr fällt am Sonntag, 14. Oktober 2018 der Startschuss zum LVM-Skyrun Münster. Über 300 Läuferinnen und Läufer aus Münster, der Region und aus der internationalen Treppenlaufszene nehmen dann zum bereits fünften Mal Anlauf auf die 360 Treppenstufen über die 18 Etagen des LVM-Turms am Kolde-Ring. Die Anziehungskraft für diese außergewöhnliche Laufveranstaltung ist damit ungebrochen.

„Fünf sind zwar noch kein echtes Jubiläum“, so Stefan Spiekermann, Erfinder des LVM-Skyrun Münster und Hauptorganisator, „dass wir aber nun bereits die fünfte Auflage durchführen, zeigt uns doch deutlich, die weiterhin hohe Akzeptanz dieses besonderen Lauf-Events über das gesamte Teilnehmerfeld.“ Und Besondere ist schnell: „Außergewöhnlich ist zunächst, dass es in die Horizontale geht. Dann haben wir – im Vergleich zu allen anderen Rennen dieser Art – ein vollverglastes Treppenhaus, das den vollen Einblick ins Laufgeschehen gewährt.“ Damit sind die groben Bedingungen umrissen. Speziell und dadurch besonders für die erfahrenen Treppenläufer attraktiv, ist der besondere Wettkampf-Modus, bei der den LVM-Skyrun Münster von allen bekannten nationalen und internationalen Treppenläufen unterscheidet. Nach einer Qualifikationsrunde, bei der alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer im 15-Sekunden-Abstand den 70 Meter hohen Turm hochsprinten, geht die Veranstaltung erst richtig los. Die Schnellsten dieser Qualifikationsrunde laufen dann wiederum in Zweier-Duellen gegeneinander, und zwar der Qualifikationsschnellste gegen den Qualifikationslangsamsten. „Das“, so Spiekermann zu diesem Modus, „muss noch nichts bedeuten“, es gelte vielmehr, taktisch mit seinen Kräften zu haushalten. Schließlich geht der LVM-Skyrun in diesem Best-of-Modus weiter, bis am Ende im Finale der Sieger des 5. LVM-Skyrun Münster ermittelt wird. Die Finalisten werden dann 144 Stockwerke und 2.880 Stufen in den Beinen haben.

Und um die Plätze auf den Treppchen der Männer, Frauen und der Feuerwehrleute wird ein spannender Wettstreit entbrennen. Bei den Männern treten gleich mehrere Sieger der vier bisherigen Veranstaltungen an: der Slowake Stefan Stefina (2016), dessen Landsmann Miroslav Burian (2014) und Vorjahressieger Mateuzs Marunowski aus Polen.

Bei den Frauen tritt die Vierfach-Siegerin Lenka Svabikova (Tschechien) erneut an. Ob sie ihren fünften Sieg einfahren kann, ist fraglich, nicht nur angesichts der starker Konkurrenz. „Lenka war in den vergangenen Monaten länger verletzt und sie hat wenige Rennen bestritten“, weiß Spiekermann. Vielleicht eine Chance für Lokalmatadorin Margot Wyrwoll (LG Brillux), die im letzten Jahr verletzungsbedingt nicht starten konnte.  „Das wird sicher eine ganze spannende Angelegenheit“, freut sich Stefan Spiekermann auf das mögliche Duell bei den Frauen und setzt dabei auch etwas die „lokale Brille“ auf: „Wäre doch toll, wenn Margot in ihrer Heimat dieses Rennen für sich entscheiden könnte.“ Die Münsteranerin bringt immerhin Empfehlungen als Zweite und Dritte der Vorjahre mit.

Feuerwehrleute mit Rekordteilnehmerfeld
Ob Martin Brieden, Doppelsieger aus Krefeld, seinen Sieg bei den Feuerwehrleuten wiederholen kann, ist im wahrsten Sinne des Wortes kein leichtes Unterfangen. Er trifft in diesem Jahr auf das bisher größte Teilnehmerfeld in dieser Wertung. Feuerwehrfrauen und -männer nicht nur aus der Region, sondern aus dem ganzen Bundesgebiet sowie internationale Gegner wollen Brieden den dritten Sieg im LVM-Turm verbauen. Mit David Lopes Tapia aus Spanien wartet sicher ein sehr ernst zu nehmenden Herausforderer auf den Krefelder.

Spiekermann, der selbst Aktiver in der Freiwilligen Feuerwehr ist, freut sich über die enorme Resonanz: „Das wir hier im K-O-Modus ein 128-er Starterfeld haben, ist einfach riesig und zeigt, dass sich die Veranstaltung in den Feuerwehren rumgesprochen hat.“

Die besondere Herausforderung für die Starterinnen und Starter dieser Wertung bleibt natürlich ihre Last: Die Feuerwehrleute müssen mit der vollen Ausrüstung inkl. geschultertem Atemschutzgerät die 18 Etagen erklimmen. „Da kommen rund 20 Kilo zusätzlich zum Tragen“, weiß Spiekermann. Was jedoch feststeht ist, dass dieser Teil des Laufevents sicher besonders spektakulär zu verfolgen ist.

LVM-AbiUp
Für den diesjährigen LVM AbiUp sind noch Plätze frei. Für kurzentschlossene Klassen oder Schulen also die Gelegenheit, sich noch kurzfristig anzumelden. Gewertet werden maximal die 10 besten Teilnehmer einer Schule. Mit mehr als 10 Starterinnen und Startern erhöht man seine Chancen in der Wertung.
Sofern die Teams kleiner als 10 Läufer/innen sind, ist das kein Problem. Entscheidend ist die Gesamtrundenzahl. Bei Rundengleichstand zählt die Anzahl der Frauen in den Top 10 der jeweiligen Schule. Der Organisationsbeitrag für Schüler ist von 15€ auf 5€ reduziert. Preisgelder gibt es für die ersten drei Plätze, wobei die Siegerschule 400€ erhält. 

Rollstuhl-Sportler startet von oben nach unten
Nicht als Spektakel, sondern als Zeichen dessen, was als behinderter Sportler möglich ist, startet  Haki Doku. Der Rollstuhl-Sportler aus Albanien und Teilnehmer der paralympischen Spiele 2012 im Handbiken startet (außerhalb der regulären Wertung) umgekehrt. Er begibt sich von der 18. Etage möglichst schnell auf den Weg nach unten – wohl gemerkt – im Rollstuhl. Dass er das beherrscht, zeigen seine Einträge ins Guiness-Buch der Rekorde, u.a. mit dem Rekord für die meisten bewältigten Stufen (abwärts) mit dem Rollstuhl in einer Stunde (2404 Stufen). Haki Doku, der inzwischen international bei vielen Treppenläufen für den Sport wirbt, wird gegen 10:30 Uhr an die Startlinie in rund 70 Meter Höhe gehen.


Verglasung und Video-Leinwand machen Lauf erlebbar
Für die Zuschauer bietet der LVM-Skyrun optimale Voraussetzungen nicht nur dieses Ausnahmeathleten zu sehen, sondern das Phänomen Towerrunning live zu erleben. Im Gegensatz zu den meisten anderen Treppenläufen bietet der Turm der LVM-Versicherungen am Kolde-Ring durch seine 360°-Rundum-Verglasung dem Publikum die Möglichkeit, den Lauf von außen zu verfolgen. Der Start aller Läufe erfolgt zudem außerhalb des Turms.

Die Starterinnen und Starter müssen also zunächst auf dem Vorplatz Anlauf nehmen, um die 70 Meter Höhen- und 15 Grad Temperaturunterschied vom Erdgeschoss bis zum Ziel in Etage 18 unter die Füße zu nehmen.

Das spannende Geschehen aus dem Turm wird zusätzlich live kommentiert – von Franziska Frank und Kristian Klement.

Der Start zu den Qualifikationsläufen erfolgt pünktlich um 9:00 Uhr, die Finalläufe sind für 14:55 Uhr (Frauen), 15:05 Uhr (Feuerwehr) und 15:15 Uhr (Männer) angesetzt. Dazwischen stehen viele Schlag-auf Schlag-Duelle, die einen abwechslungsreichen Sporttag versprechen. Natürlich wird für das Publikum auch mit einem Rahmenprogramm gesorgt: Getränke und Imbiss, Hüpfburg, Fitness-Aktionen zum Ausprobieren, Musik und Chearleader – und gutes Wetter ist auch bestellt.

LVM-Kids-Run: Höhenluft Schnuppern für die jüngsten Sport-Asse
Für die kleineren und jüngeren Kids gibt es im Rahmenprogramm auch einen kostenlosen Schülerlauf beim LVM-Skyrun. Die Jüngeren nehmen dabei die 18 Etagen ganz ohne Druck und ohne Zeitmessung „unter die Füße“, denn der Spaß und die Herausforderung stehen im Vordergrund. Eine Elternbegleitung ist optional möglich. Und wem tatsächlich vorzeitig die Luft ausgehen sollte, dem wird mit technischer Hilfe der Weg nach oben geebnet – „ein Privileg, das den Kids vorbehalten bleibt“, so Spiekermann augenzwinkernd. Start des LVM-Kids- Run ist um 14:20 Uhr. Spontananmeldungen sind heir bis kurz vorm Start möglich.

Am Veranstaltungstag besteht die Möglichkeit zur Nachmeldung für alle Wertungen.

Nähere Informationen unter: www.lvm-skyrun-muenster.de

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