Foto (TuS Saxonia): Spielszene vom 9. Spieltag zwischen TuS Saxonia Münster und Herforder SV Borussia Friedenstal.
Am 9. Spieltag der U17-Westfalenliga trafen die B-Juniorinnen des TuS Saxonia Münster auf den Herforder SV Borussia Friedenstal. Dem geneigten Publikum boten die beiden Tabellenschlusslichter Abstiegskampf in all seinen Facetten. Das hochemotionale Match konnte Saxonia mit einem 1:0 in letzter Minute für sich entscheiden.
Herford zeigte sich jüngst ergebnistechnisch stark verbessert, konnten Borussia Dortmund ärgern (1:1) und den BV Werther (4:1) bezwingen. Saxonia verlor dagegen zuletzt 0:1 beim Delbrücker SC. Zwar war die Partie geprägt von fragwürdigen Schiri-Entscheidungen, jedoch konnten die Saxoninnen auch nicht an die zuletzt gute Leistung beim Pokalsieg gegen Warendorf anknüpfen.
Sowohl Saxonia als auch Herford war anzumerken, dass es um viel ging. Es entwickelte sich ein von Anfang bis Ende sehr offenes Match, in dem die Spielanteile munter wechselten und beide Teams zu guten Torchancen kamen. Die Gäste setzten vor allem auf aggressive Zweikampfführung und erspielten sich mit permanentem Trikotzerren und weiteren Nickligkeiten insgesamt vier Gelbe Karten – das sieht man im Mädchenfußball nicht alle Tage. Die Saxoninnen ließen sich von der ruppigen Gangart nicht beeindrucken, konnten aber auch die daraus resultierenden guten Freistoßchancen nicht nutzen. In der turbulenten Schlussphase lag noch ein Tor in der Luft – die Frage war nur, welches Team es erzielen würde.
In der letzten Spielminute gelangte schließlich Carlotta Anfang in den Herforder Strafraum, dribbelte sich an zwei Gegnerinnen vorbei und landete dann nach einem Stoß unsanft auf dem Rasen. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Chiara Baumeister eiskalt zum 1:0-Endstand. Mit diesem hart erkämpften Erfolg verbesserte sich Saxonia auf den 10. Tabellenplatz. Am Mittwoch (12.11., 18 Uhr) trifft das Team im Kreispokal-Halbfinale auswärts auf GW Amelsbüren.
Aufstellung: Liah Bußmann – Anni Herrmann (41. Skyla Proges (72. Theresa Runge)), Josefine Klinke, Emilie Raffenberg – Mathilda Gantert, Emmy Rösner, Nele Hülsbusch (63. Tomma Englbrecht), Anni Kall – Marie Hetrodt – Chiara Baumeister, Greta Buhs (50. Carlotta Anfang)













