27. Dezember 2025 / Kunst & Kultur

Theater Münster: "Tristan und Isolde" von Richard Wagner

Die beiden letzten Vorstellungen dieser Spielzeit finden am am 11.01., 16:00 Uhr und am 25.01.2026, 16:00 Uhr im Großen Haus statt

Foto (Thilo Beu): Ensemble "Tristan und Isolde"


Das THEATER MÜNSTER feiert seine zweite Musiktheaterproduktion für die Saison 2025/26 mit einem Schlüsselwerk der deutschen Romantik und Operngeschichte. Mit TRISTAN UND ISOLDE verhandelt Richard Wagner die Liebe in all ihrer Radikalität: Ein Sinnbild für das Verlangen nach einer Transzendenz jenseits der irdischen Grenzen, wo die Musik erklingen lässt, was die Sprache nicht fassen kann.

Tristan, vom inneren Zwiespalt und Schuldgefühlen zerrissen, lebt in tiefer Melancholie und Sehnsucht nach dem Tod. Einst tötete er den Verlobten der irischen Königstochter Isolde. Nun rettet Isolde Tristan das Leben – die Grenze zwischen Liebe und Hass verschwimmt. Doch Isolde ist König Marke von Cornwall, Tristans Onkel, versprochen. Das legitime Ausleben der Liebe der beiden bleibt eine Utopie, die von Natur aus verdammt ist, nur im Tod erfüllt zu werden.

Nach der erfolgreichen Uraufführung von IMPERIUM DER ILLUSIONEN und der Neuproduktion der Märchenoper Humperdincks KÖNIGSKINDER kommt die münstersche Regisseurin Clara Kalus ins THEATER MÜNSTER zurück. In ihrer Inszenierung erzählen die Regisseurin und ihr Team mit suggestiven und symbolischen Bildern von dem unabwendbaren Untergang einer Welt, die aus der Wunde der Gewalt und Brutalität des Menschen geschaffen ist. Aus den Trümmern der menschlichen Historie streben die zwei Liebenden Tristan und Isolde nach Veränderung für eine neue Welt, die nur empfunden werden kann. Der Raum von Dieter Richter erschafft ein wandelndes Sinnbild der Melancholie und Utopie, ergänzt durch die Videos von Katarina Eckold und die Kostüme von Katharina Weissenborn.

Mit seiner radikalen Harmonik und der Auflösung traditioneller Tonalität setzt Wagner neue Maßstäbe und ebnet den Weg zur musikalischen Moderne. Die Musik von TRISTAN UND ISOLDE – 1865 im Königlichen Hof- und Nationaltheater München uraufgeführt – treibt den romantischen Ausdruck auf die Spitze und erhebt sich als Sprache der Leidenschaft und der Seele. Eine erlösende Kunstform, die das Unaussprechliche des Universums zum Ausdruck bringt. Mit der Programmierung von TRISTAN UND ISOLDE knüpft Generalintendantin Dr. Katharina Kost-Tolmein an die seit 2008 ruhende Wagner-Tradition des THEATER MÜNSTER an. Die musikalische Leitung liegt bei Generalmusikdirektor Golo Berg. Brad Cooper, der bereits als Agamemnon in LEBEN DES OREST und als Siegmund in der konzertanten Teilaufführung der WALKÜRE am THEATER MÜNSTER zu erleben war, wird in der Inszenierung von Clara Kalus sein Rollendebüt geben. Die Partie der Isolde wird von der Kammersängerin Kristiane Kaiser übernommen.

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