Foto (Sandra Then): Ensemble "Bunbury"
Die berühmteste Komödie Oscar Wildes verwandelt das Theater Münster in einen britischen Salon des 19. Jahrhunderts!
BUNBURY – ERNST SEIN IST ALLES! dreht sich rund um die Dandys Jack und Algernon. Um ihren gesellschaftlichen Verpflichtungen zu entkommen, immer dem Vergnügen entgegen, erfinden sich die beiden Freunde jeweils ein Alter Ego: Während Jack regelmäßig als sein feierlustiger Bruder „Ernst“ in die Stadt reist, nutzt Algernon seinen erfundenen kranken Freund „Bunbury“, um aufs Land fahren zu können. Ihnen gegenüber stehen Algernons Cousine Gwendolen, um deren Hand „Ernst“ alias Jack wirbt, und Jacks Mündel Cecily, die sich ungemein für die Erzählungen Jacks über seinen ‚bösen‘, feierwütigen Bruder „Ernst“ interessiert. Beide Frauen könnten sich nichts Besseres vorstellen, als einen Mann namens Ernst zu heiraten: „Dieser Name löst so ein Sicherheitsgefühl aus.“ Als Algernon dann auch noch Jack auf dem Land besucht und sich als sein Bruder „Ernst“ ausgibt, ist das Wechselspiel aus Ernst und Unernst angerichtet.
Oscar Wilde war einer der ersten Dandys, der wortgewandt und auffällig gekleidet die viktorianische Gesellschaft mit ihrer Zugeknöpftheit konfrontierte. Er feiert das schöne, wilde und queere Leben, wofür er letztlich zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde und kurz darauf verarmt und krank in Paris verstarb. Inspiriert von der Biografie des irischen Autors und dessen Vorliebe für Genuss und Glamour, bringt das Team rund um Regisseur Sebastian Schug die Komödie mit glanzvollen Kostümen und einer Showtreppe auf die große Bühne. Schug geht in seinen Inszenierungen immer von der Kraft des Ensembles aus, sodass die Lust am Spiel nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Saal erfahrbar wird.
Sebastian Schug ist Regisseur und Übersetzer. Für seine Abschlussinszenierung an der HfS Ernst Busch Berlin erhielt er die Auszeichnung als Nachwuchsregisseur des Jahres der Akademie der Darstellenden Künste. Von 2007 bis 2009 war er Hausregisseur am Theater Heidelberg, wo er Idioten von Lars von Trier und Iwanow von Tschechow inszenierte, die beide für das Theatertreffen in Berlin diskutiert wurden. Er erarbeitete Inszenierungen u. a. in Kassel, Dresden, Bremen, Hannover, Graz, Mannheim und Basel und Wien. BUNBURY ist nach DAS VERMÄCHTNIS 1&2, DIE DREIGROSCHENOPER und EIN SOMMERNACHTSTRAUM seine vierte Arbeit am THEATER MÜNSTER.
An Silvester wird Bunbury – Ernst sein ist alles! um 14.30 Uhr und 19 Uhr gespielt. Im Anschluss können Sie mit Live-Musik und DJ-Set ins Neue Jahr .











