Foto (Merle Trautwein): Artur Spannagel, Clara Kroneck und Christian Bo Salle in "Helena oder Stay safe and sorry"
Nachdem sie einem Pottwal in die Augen geblickt hat, verändert sich Helenas Perspektive auf ihre Umwelt grundlegend. Sie bricht die Kreuzfahrt zu den Bahamas mit ihrem Lover Paris ab und kehrt zurück in die Dachgeschosswohnung von Menelaos. Doch trotz seiner Bemühungen scheint Menelaos nicht zu Helena durchdringen zu können – immer wieder spricht sie von Walsprengungen, von der Schuld im Öko- und Wirtschaftssystem, im eigenen Lebensstil. Wie handelt man als Schuldige? Helena dissoziiert sich von der anthropozentrischen Welt, während Waschbären den Dachboden besetzen und die Toten beklagen. Als sie von einem Waschbären gebissen wird, scheint sich Helenas Haut langsam in Fell zu verwandeln. Menelaos sucht derweil einen Weg, die invasiven Waschbären zu bekämpfen und greift zum Gewehr.
Selma Kay Matter – ausgezeichnet mit dem Hans-Gratzer-Preis 2022 und dem Nestroy-Preis 2023 – überschreibt den Mythos der Troerinnen und entwickelt eine Sci-Fi-Komödie über Klimaschuld, das Ende der Menschheit und verzweifelten Aktionismus.
Die Nachwuchsregisseurin Alina Fluck widmet sich in ihrer Inszenierung den kammerspielartigen Anwandelungen des Stücks in einem Meer aus Plüsch und fokussiert sich auf eine humorvolle Auseinandersetzung mit dem schwer Erträglichen der Gegenwart.












