21. Februar 2026 / Politik

Stadt unterstützt Carsharing mit öffentlichen Stellflächen

Flächendeckender Ausbau in Innenstadt und Stadtteilen / Stadtteilauto Carsharing Münster GmbH will perspektivisch mehr als 130 Stationen anbieten

Foto (Stadt Münster):  Carsharing-Station im Kreuzviertel: Die Stadt stellt dem Unternehmen Stadtteilauto nun weitere öffentliche Stellplätze zur Verfügung.


Die Stadt Münster fördert den Ausbau des Carsharing-Angebots im Stadtgebiet. Sie vergibt zahlreiche Stellplätze im öffentlichen Raum an den lokalen Carsharing-Anbieter "Stadtteilauto Carsharing Münster GmbH".

Das Unternehmen wird noch in diesem Jahr rund 30 neue Carsharing-Stationen auf öffentlichen Stellflächen einrichten. Aktuell sind es 40. Nach einem weiteren Ausbau bis 2029 soll es insgesamt 90 solcher Stationen geben. Jeder Standort wird durchschnittlich über zwei bis vier Carsharing-Fahrzeuge verfügen. Es gibt auch deutlich größere Standorte mit bis zu acht Autos. 

Zusätzlich bietet das Carsharing-Unternehmen Stationen auf privaten, aber zugänglichen Flächen an – zum Beispiel auf Supermarktparkplätzen. Im Rahmen des Ausbaus wird das Unternehmen einige private Flächen zugunsten besser sichtbarer und größerer Stationen im öffentlichen Raum aufgeben. Insgesamt will Stadtteilauto bis 2029 über 130 Stationen betreiben. 

Der Ausbau des Carsharing-Angebotes im öffentlichen Raum geschieht flächendeckend. So profitieren sowohl urbane (Wohn-)Quartiere als auch die Außenstadtteile. Neue Standorte werden im Kreuzviertel, Hansaviertel und Südviertel, an den Bahnhöfen Hiltrup und Albachten sowie in Coerde und Kinderhaus entstehen. Den Münsteranerinnen und Münsteranern stehen perspektivisch mehr als 300 Carsharing-Autos zur Verfügung. Aktuell sind es 270 Fahrzeuge, die von mehr als 7.000 Stadtteilauto-Kundinnen und -Kunden genutzt werden. Das Unternehmen ist zurzeit der einzige Carsharing-Anbieter in Münster. 

Beim Carsharing teilen sich Nutzerinnen und Nutzer Fahrzeuge, statt ein eigenes zu besitzen. Es entstehen nur Kosten, wenn das Auto genutzt wird. Ausgaben für Versicherung, Kfz-Steuer und Wartungen entfallen. Aus städtischer Perspektive ergeben sich durch den Ausbau des Carsharing-Angebots erhebliche Vorteile: Laut Studien kann ein Carsharing-Fahrzeug bis zu 16 private Pkw ersetzen.  

Weil Carsharing den Bestand privater Pkw und den Parkdruck in den Wohnvierteln reduziert, kann der öffentliche Raum besser genutzt werden. Dieses Ziel verfolgt auch das im Jahr 2024 vom Rat beschlossene Integrierte Parkraumkonzept. Hier sind Vergabe und Ausbau öffentlicher Carsharing-Stationen als wichtige Maßnahme verankert.

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