9. Juni 2024 / Natur & Umwelt

Stadt bittet um Mithilfe bei der Bekämpfung des Riesen-Bärenklaus

Giftige Pflanzen beim Grünflächenamt melden

Bärenklau

Foto (Stadt Münster): Beeindruckend, aber gefährlich: der Riesen-Bärenklau.


Um die weitere Ausbreitung des Riesen-Bärenklaus zu unterbinden, bittet die Stadt Münster die Bevölkerung um ihre Mithilfe. Die giftige Pflanze, auch Herkulesstaude genannt, kann auf der Haut Verbrennungen mit Schwellungen und Blasen verursachen. Darüber hinaus verdrängt der Riesen-Bärenklau andere Pflanzen der heimischen Flora. Wer sie nicht selbst beseitigen kann, sollte die Standorte bei Johanna Klose vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit vornehmlich per E-Mail an KloseJ@stadt-muenster.de oder telefonisch unter 02 51/4 92-68 65 melden.

Der Riesen-Bärenklau wird bis zu vier Meter hoch und lässt sich durch seine weißen Dolden gut erkennen. Wer sie am Wegesrand entdeckt oder im eigenen Garten hat, sollte sich ihnen nicht ungeschützt nähern, rät das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit.
Besonders an Ufern und Wegesrändern verbreitet

Mit der Bitte um Mithilfe wendet sich die Stadt insbesondere an Landwirte, Kleingärtnerinnen und Kleingärtner sowie Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer. An den bebauten Abschnitten der Werse ist zudem die Unterstützung der Anliegerinnen und Anlieger notwendig. Diese Bereiche sind oftmals für die Mitarbeitenden des Tiefbauamtes nicht einsehbar und zugänglich. 

Seit 2006 bekämpft das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit gemeinsam mit dem städtischen Tiefbauamt die Herkulesstaude. Arbeitsgrundlage ist eine Karte, die das Amt kontinuierlich fortschreibt. Verbreitungsschwerpunkte sind die Ufer von Angel, Werse und Aa sowie Straßen- und Wegränder. Zwar ist der Riesen-Bärenklau aus Teilen des Stadtgebietes wieder verschwunden. An anderen Stellen tauchen allerdings neue Pflanzen auf, meist im Umfeld bereits bekannter Vorkommen.

Vor der Samenreife bekämpfen
Wichtig ist, dass die Pflanzen nicht zur Samenreife kommen. Wenn sie nicht zu groß sind, können sie ausgestochen werden. Ist dies nicht mehr möglich, sollte zumindest der Blütenstand kurz vor der Samenreife entfernt und im Restmüll entsorgt werden, empfiehlt das Grünflächenamt. Auf dem Kompost können sich durch Nachreifen noch Samen ausbilden.

Bei den Arbeiten ist auf jeden Fall Vorsicht geboten: Das Grünflächenamt empfiehlt das Tragen von Handschuhen. Arme und Beine sollten bedeckt sein, und es sollte nicht in der Sonne gearbeitet werden.

Weitere Informationen gibt es unter www.stadt-muenster.de/umwelt/riesenbaerenklau

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