9. Dezember 2022 / Politik

Smart City-Projekt „ePart MS-Lab“ startet digitale Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Wie sieht das Jugendzentrum der Zukunft aus?

Smart City

Foto (Stadt Münster):  v. l. Roland Kober, Fachwerk Gievenbeck, Marc Gottwald-Kobras, Stadtplanungsamt und Henning Spenthoff, Smart City Münster, werben gemeinsam für eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Gievenbeck


Kinder und Jugendliche sind Münsters Zukunft. Mit dem Projekt "ePart MS-Lab" möchte die Stadt junge Menschen zwischen 10 und 18 Jahren an der Stadtentwicklung beteiligen. "Mit unserem Projekt ePart MS-Lab gehen wir neue Wege in der digitalen Kinder- und Jugendbeteiligung", sagt Henning Spenthoff, Projektleiter in der Stabsstelle Smart City Münster im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft.

Ab sofort startet im Rahmen des Projektes eine Online-Befragung für Kinder-und Jugendliche in Gievenbeck. Jeden Mittwoch, Donnerstag und Freitag ab 16 Uhr findet eine offene "Ideenwerkstatt" im Fachwerk am Arnheimweg statt. Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren sind eingeladen, gemeinsam mit dem pädagogischen Team vom Fachwerk Gievenbeck ihren Stadtteil zu erkunden. Ausgestattet mit Smartphones, Tablets, Mikrofonen und Kameras werden anschließend gemeinsam Kurzfilme, Fotos, Social-Media-Storys oder Podcasts produziert.  

Gievenbeck ist mit dem Stadtplanungsamt als Stadtteil für eine digital unterstützte Beteiligung von jungen Münsteranerinnen und Münsteranern ausgewählt worden. "Ausschlaggebend für diese Entscheidung war die Möglichkeit, Ergebnisse schnell umsetzen zu können, damit Partizipation als sinnvoll und wirksam erlebt werden kann. Denn gerade die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ändern sich schnell", erläutert Marc Gottwald-Kobras von der Stabsstelle Strategische Stadtentwicklung im Stadtplanungsamt. Die anstehende Gestaltung des Jugendtreffs im neuen Quartierszentrum am Gescherweg habe sich dafür sehr gut angeboten, so Gottwald-Kobras.

Das Projektteam möchte Antworten auf die Frage finden, wie ein Jugendzentrum der Zukunft aus der Perspektive junger Menschen aussieht. Mit welchen altersgemäßen Methoden und in welchen – insbesondere digitalen – Räumen sind sie erreichbar?

Roland Kober vom Fachwerk Gievenbeck möchte zudem wissen, wie Jugendliche den Jugendtreff gern einrichten möchten, der gerade am Gescherweg entsteht, nachdem der alte abgerissen werden musste, und welche Programme den Kindern und Jugendlichen wichtig sind.  "In der Kinder- und Jugendarbeit hat die Partizipation grundsätzlich eine große Bedeutung", sagt Kober. "Im Alltag nutzen wir viele Möglichkeiten der Beteiligung im Kontakt mit den Jugendlichen, etwa bei der Erstellung des Programms. Wir freuen uns, dass wir im Zusammenhang mit der Einrichtung des neuen Jugendtreffs, bei der die Wohn+Stadtbau schon bisher viel Mitsprache möglich gemacht hat, jetzt noch weitere, digitale Beteiligungsformate einsetzen und mit den Jugendlichen erproben können."

In Gievenbeck wird ein Flyer verteilt, in dem auch für Eltern alle Informationen, Kontaktmöglichkeiten und Teilnahmebedingungen zusammengefasst sind. Auch über soziale Medien werden junge Menschen angesprochen, an dem Projekt "ePart MS-Lab" teilzunehmen.

Weitere Informationen sowie den Link zur Online-Beteiligung stehen auf https://smartcity.ms/epart-ms-lab-kinder-und-jugendbeteiligung-in-der-smart-city-muenster/.

Das Projekt "ePart MS-Lab" ist das Münster-Labor für junge elektronische Partizipation, also digitale Bürgerbeteiligung mit Kindern und Jugendlichen. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Im Rahmen des Bundesförderprogramms "Modellprojekte Smart Cities" ist es eine von insgesamt 11 Maßnahmen, die von der Stadt Münster, Stabsstelle Smart City, bis 2026 umgesetzt werden soll https://smartcity.ms/modellprojekte-smart-cities/   

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