13. März 2025 / Rund ums Wohnen

SeWo-Wohnprojekt in Münster fertiggestellt

Selbstbestimmt leben: Eigene Wohnung für Menschen mit Beeinträchtigung und Unterstützungsbedarf

Foto (Stift Tilbeck GmbH): Das Apartmenthaus des SeWo-Wohnprojektes in Münster.


Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) will mehr Menschen mit Beeinträchtigungen und hohem Unterstützungsbedarf in Münster die Möglichkeit geben, in einer eigenen Wohnung zu leben. Am Dienstag (11.3.) haben elf neue Bewohner:innen mit Gästen die Einweihung des Wohnhauses mit insgesamt elf Einzelapartments an der Ludwig-Thoma-Straße in Münster-Roxel gefeiert.

Der LWL stellt seiner Tochtergesellschaft Selbstständiges Wohnen gGmbH (SeWo) zehn Millionen Euro für 15 westfalenweite Neubauprojekte zur Verfügung. Die Förderung stellt die Finanzierung der technischen Ausstattung sowie Maßnahmen zur Quartierseinbindung sicher. Das Wohnhaus in Münster-Roxel ist das vierte seiner Art. Alle Wohnungen sind bereits von Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung und zusätzlicher Funktionsbeeinträchtigung bezogen. Für viele der überwiegend jungen Menschen ist es die erste eigene Wohnung nach dem Auszug aus dem Elternhaus.

Dr. Georg Lunemann, Direktor des LWL: ""Mit dem Apartmenthaus in Münster setzen wir ein weiteres Zeichen für mehr Teilhabe und Inklusion und bieten damit elf beeinträchtigen Menschen einen Zugang zum angespannten und umkämpften Wohnungsmarkt in Münster. Wichtig ist bei allen Projekten die gute Anbindung an die Infrastruktur, damit die Menschen auch außerhalb ihrer Wohnung ihren Alltag gut gestalten können."

Die Gesamtkosten für das barrierefreie Wohnprojekt belaufen sich auf knapp 4 Millionen Euro. Darin enthalten ist auch Smart-Home-Technik, die das selbstständige Wohnen unterstützt. In dem Haus kommen unter anderem elektrische Türantriebe, Heizungssteuerung per App und auch eine Homematic-Umfeldsteuerung zum Einsatz, mit der man die Balkontür, das Licht oder die Rollläden bedienen kann. Die Technik wird individuell an den Bedarf der Mieter:innen angepasst. Eva Irrgang, LWL-Abgeordnete und Aufsichtsratsvorsitzende der SeWo: "Wir verbinden intelligente Technik mit guter Nachbarschaft, damit Inklusion im Wohnalltag ankommt. Dafür fördern wir auch die Quartiersarbeit, die den Anschluss ans Quartier und dessen Angebote in den Blick nimmt."

Das SeWo-Programm fördert die Quartierseinbindung mit 70.000 Euro. Die Quartiers- und Teilhabegestaltung übernimmt Louisa Radtke von der Stift Tilbeck GmbH. Sie möchte vor allem die digitale Teilhabe und Kommunikation über Smartphones und Tablets in den Fokus rücken, damit es später eine digitale Informationsplattform zum Quartier geben kann.

Für gemeinsame Aktivitäten steht den Mieter:innen ein Gemeinschaftsraum im Wohnhaus zur Verfügung. Dort hat die Stift Tilbeck GmbH zudem ein Service-Büro eingerichtet, das als erste Anlaufstelle für Fragen und Unterstützung im Alltag dient. Mit der Technischen Assistenz Tilbeck (TAT) steht darüber hinaus Unterstützung und Beratung für individuelle Techniklösungen zur Verfügung.

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