13. Juli 2022 / Allgemein

Schober-Stiftung unterstützt Palliativarbeit in der Ukraine

Förderung des Palliative Care Centers in Kooperation mit dem Johannes-Hospiz Münster

Schober Stiftung

Foto: Prof. Dr. Dr. Otmar Schober (li.) freute sich beim Gespräch mit Andreas Stähli, Leiter der Akademie am Johannes-Hospiz, auch Dr. Iryna Slugotska kennenzulernen. Sie ist die Direktorin des Regional Clinical Palliative Care Centers in Iwano-Frankiwsk und hält sich derzeit für einige Tage in Münster auf.


Die Schober-Stiftung in Münster unterstützt die Hospiz- und Palliativarbeit in der Ukraine für eine Laufzeit von 12 Monaten mit 12.150 Euro. Prof. Dr. Dr. Otmar Schober freute sich, diesen Betrag Dr. Andreas Stähli, dem Leiter der Akademie am Johannes-Hospiz, überreichen zu können. 

Schober betont: „Als Stiftung für die Förderung der christlichen Hospizarbeit ist es uns in dieser Zeit ein besonderes Anliegen, Palliativarbeit, die aktuell in der Ukraine unter Kriegsbedingungen erfolgen muss, zu unterstützen. Dort besteht sowohl im Versorgungs- als auch im Bildungsbereich ein hoher Bedarf.“ Dr. Andreas Stähli bestätigt dieses und ergänzt: „Diese bereits vor dem Krieg bestehende Situation, erhält jetzt durch den Krieg eine dramatische Verschärfung.“ Die Hilfen für traumatisierte Menschen werden durch zielgerichtete Projekte geleistet. Sie reichen von Pflegekursen bis hin zu Übersetzungen und Dolmetscherleistungen.

Seit 2017 besteht zwischen dem Johannes-Hospiz in Münster und dem Regional Clinical Palliative Care Center in Iwano-Frankiwsk (Westukraine) eine enge Kooperation, die auch mit Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert wurde. „Iwano-Frankiwsk hat sich in der Vergangenheit als ausgezeichneter Projektstandort erwiesen, da die Stadt sowohl ein stationäres und ambulantes Palliative Care Center hat als auch eine Nationale Medizinische Universität.“, so Stähli. Da im Westen der Ukraine gelegen, erscheint es auch unter dem Aspekt akuter Kriegshandlungen für die angestrebten Projekte als geeigneter Standort. 

Die Projekte haben ihren Schwerpunkt im Bereich der Bildungsarbeit: ein Pflegekurs, ein ambitioniertes Buchprojekt zum Thema „Ernährung am Lebensende“, ein Seminar zum Umgang mit Traumatisierung in der palliativen Begleitung sowie die Recherche und Realisierung einer Informationsbroschüre zu Hospizeinrichtungen in der Ukraine. Andreas Stähli erläutert: „Der Pflegekurs und auch das Buchprojekt fördern die Kompetenzen palliativer Versorgung in der Ukraine. Das Seminar und die Info-Broschüre sind dringlich geworden durch den Krieg und seine Folgen. Über die Jahre der Zusammenarbeit ist hier Vertrauen gewachsen, das für die gelingende Realisierung dieser Projekte von großer Bedeutung ist.“

Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung betont Stähli, dass diese Projekte eingebettet sind in die seit Jahren bestehende Kooperation mit dem Regional Clinical Palliative Care Center in Iwano-Frankiwsk, die auch danach in verschiedenen Bereichen der Versorgung und Bildung fortgesetzt werden soll.

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