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Sauberes Münster: 13866 Freiwillige sammeln 32 Tonnen Abfall

Sauberes Münster

Foto (Stadt Münster): Die AWM beteiligen sich mit der Aktion "Sauberes Münster" auch an der europaweiten Aktion "Let’s clean up Europe". Tina Mai und Patrick Hasenkamp von den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster inmitten des zusammengetragenen Abfalls.


Die Bilanz der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) zur stadtweiten Frühjahrsputzaktion Sauberes Münster hat gleichermaßen positive wie negative Seiten. Die guten Nachrichten: Die Anzahl der Freiwilligen, die Grünflächen, Parks, Spielplätze und Co in der Aktionswoche von Abfall befreit haben, hat erneut Rekordniveau erreicht. "13 866 Teilnehmende, die sich bürgerschaftlich für die Stadtsauberkeit stark machen, das ist großartig. Allein die Anzahl der Gruppen ist um 70 gestiegen, insgesamt waren es 380 Kitas, Schulen, Verbände, Vereine und weitere Institutionen. Hinzu kommen zahlreiche Einzelpersonen", berichtet AWM-Projektleiterin Tina Mai.

Über so viel bürgerschaftliches Engagement freut sich auch Oberbürgermeister Markus Lewe, Schirmherr der Aktion. Viele Gruppen haben Tina Mai zudem die Rückmeldung gegeben, dass Münster im Vergleich zu den vorherigen Jahren insgesamt sauberer geworden ist.

Dass dennoch insgesamt 32 Tonnen Abfall zusammengekommen sind, hat einen – und das ist die schlechte Nachricht – sehr unerfreulichen Hintergrund. Die Freiwilligen haben berichtet, dass sie extrem viele große und schwere Sperrgutteile, Elektrogeräte oder ausgediente und noch geschmückte Weihnachtsbäume in der Natur gefunden haben. "Das ist unbegreiflich. Wir bieten in Münster eine monatliche Sperrgut- und Grüngutabfuhr an. Außerdem gibt es hier ein dichtes Netz von elf Recyclinghöfen, an denen man den Großteil der Abfälle kostenfrei entsorgen kann", schüttelt AWM-Betriebsleiter Patrick Hasenkamp den Kopf. Ebenfalls auffällig: In einigen Waldstücken lagen ganze Ansammlungen von Abfällen, die dort offensichtlich illegal entsorgt wurden.

"Wer denkt, dass Umweltverschmutzung durch Plastik in Münsters Landschaften kein Thema ist, liegt falsch", unterstreicht Mai. Ein Sammler brachte es auf den Punkt: "Es ist schockierend wie viel Plastik wir in der Natur gefunden haben. Man kann sehen, dass sich das Material langsam bis zu einem gewissen Grad zersetzt. Die kleinen Plastikteilchen gehen dann in den Boden über oder gelangen durch Vorfluter in unsere Flüsse und Meere."

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