Foto (Rue-Obscure): Quallen als Sinnbild des Schweigens und der Entschleunigung
In einer Zeit, in der Sichtbarkeit, Lautstärke und permanente Präsenz als gesellschaftliche Leitlinien gelten, widmet sich das Künstlerinnenkollektiv „Rue Obscure“ der Kraft des Schweigens. Mit dem zweiten „Schweigenden Salon“ setzt das Kollektiv seine neue Diskursreihe fort und lädt am Freitag, 29. Mai, um 18 Uhr ins Kunsthaus Kannen in Münster ein. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, der Eintritt ist frei.
Unter dem Titel „Goldene Stille – Schweigen mit Körper und Geist“ rückt die Veranstaltung die innere Einkehr und das bewusste Schweigen als kommunikative und gesellschaftliche Praxis in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit ihren Gästen Dr. Kim de Wildt, Religionswissenschaftlerin mit Forschungsschwerpunkt „Räume der Stille“, sowie Christoph Gerling vom Benediktshof Münster diskutiert „Rue Obscure“ Fragen nach Ruhe, Bewusstsein und Achtsamkeit: Welche Bedingungen braucht es, um mit Körper und Geist zur Ruhe zu kommen? Warum eignen sich manche Orte und Praktiken besonders für stille Erfahrungen? Und welche Rolle spielt der boomende Markt rund um Meditation und Entschleunigungsrituale?
Der Abend verbindet Gespräch und Reflexion mit einem gemeinsamen Schweige-Ritual. Anschließend sind die Besucherinnen und Besucher eingeladen, bei Getränken und Snacks miteinander zu verweilen. Ungewöhnlich ist auch die Gestaltung des Veranstaltungsortes: Studierende der Klasse „Kooperative Strategien“ der Kunstakademie Münster entwickeln eigens für den Museumsraum des Kunsthaus Kannen eine raumgreifende Szenografie. Besucherinnen und Besucher können sich ebenso wie Bewohnerinnen und Bewohner des Alexianer-Campus bereits vom 27. bis 29. Mai jeweils zwischen 10.00 und 16.30 Uhr aktiv an der Gestaltung beteiligen und den Raum im Vorfeld als Ort der Ruhe nutzen.












