Foto (Merle Trautwein): Katharina Rehn und Katharina Brenner in Friedrich Schillers "Maria Stuart"
Zwei Königinnen, vereint in ihrem Erbe, gespalten durch Machtansprüche: Nachdem die schottische Königin Maria Stuart von ihrem Volk des Gattenmordes beschuldigt wurde, flieht sie ins protestantische England, auch weil sie sich aus ihrem Katholizismus heraus als die rechtmäßige Erbin der englischen Krone begreift. Sie wird von Elisabeth I., Königin Englands, festgenommen und muss 19 Jahre bis zu ihrem Prozess in Gefangenschaft verharren. Während das Schicksal Marias in den Händen ihrer Rivalin liegt, entfaltet sich eine tiefgreifende Auseinandersetzung über den Preis der Krone. Friedrich Schiller zeigt uns in seinem Historien-Drama die menschliche Tragödie hinter den Machtspielen und wirft die Frage nach der persönlichen und politischen Verantwortung auf: „Und wer sagt mir, ob ich auch wirklich die Stimme meines Volks vernehme!“.
Regisseurin Julia Hölscher und ihr Team bringen den Klassiker mit der Schönheit seiner Sprache und einem imposanten Bühnen- und Kostümbild auf die Bühne des Großen Hauses. Die Inszenierungen von Hölscher zeichnen sich durch poetische Dichte und große Musikalität aus.
Hölscher studierte zunächst Gesang, anschließend Regie an der Theaterakademie Hamburg. 2007 wurde sie beim Körber Studio Junge Regie als beste Nachwuchsregisseurin ausgezeichnet. Von 2009 bis 2013 war sie Hausregisseurin am Staatsschauspiel Dresden, von 2015 bis 2020 am Theater Basel, wo sie u. a. Mozarts Zauberflöte, Kleists Amphitryon und Hillings/Claudels Mittagswende in Szene setzte. 2018 war sie mit ihrer Frankfurter Inszenierung Das hässliche Universum von Laura Naumann zu den Autor:innentheatertagen am Deutschen Theater in Berlin eingeladen. 2019 bis 2021 war sie Hausregisseurin am Residenztheater in München.
Julia Hölscher arbeitet außerdem regelmäßig als Hörspielregisseurin für Deutschlandfunk Kultur und unterrichtet an der Theaterakademie Hamburg.











