Sämtliche Fotos (Thomas Nufer): Wenn sich der Himmel über Westfalen öffnet und Dichter und Dichterinnen aus dem Jenseits zurückkehren - dann ist es Zeit für ein besonderes Erlebnis im Museumsgarten des LWL-Museums für Naturkunde in Münster: Die "Nacht der toten Dichter" hat zu einem Sommerabend mit Dichtung, Musik und einer Prise Jenseitsmagie eingeladen. V. li. Stefan Naszay als Peter Hille, Regine Andratschke als Annette von Droste-Hülshoff, Markus von Hagen als Christian Dietrich Grabbe, Jörg Adler als Professor Landois und Eckhard Ischebeck als Replikant.

Der ehemalige Zoodirektor Dr. Jörg Adler alias Zoogründer Hermann Landois bekommt von den Zuschauern Speise und Trank angeboten.
Fast schon vergessene westfälische Schriftsteller:innen erhielten an diesem Abend eine zweite Chance: Für genau zwei Stunden durften sie dem Jenseits entsteigen und an ihre alten Wirkungsstätten zurückkehren - geschickt von den Göttern, die dem Flehen der Dichter und Dichterinnen endlich nachgegeben haben. Und so kehrten Annette von Droste-Hülshoff, Hermann Landois, Christian Dietrich Grabbe und Peter Hille zurück auf die Erde - bei Live-Musik mit Cello und Gitarre. Für das Premierenpublikum, das das Ganze bei einem ausdrücklich erwünschten Picknick verbinden konnte, ein eindrucksvolles Erlebnis.

Markus von Hagen zieht als Christian Dietrich Grabbe sein Publikum in den Bann.
Bei Anbruch der Dämmerung erschienen Gestalten aus einer anderen Zeit: Die Dichterinnen und Dichter wandelten durch die Reihen der Picknickgesellschaft, setzten sich zu den Menschen und rezitierten ihre Werke. Monologe und Gedichte vermischten sich mit dem Klang von Cello und Gitarre, gespielt von Yoon Han und Michael Kolberg.

Regine Andratschke überzeugt als Reinkarnation von Annette von Droste-Hülshoff.
Ein besonderer Gast reiste aus der Zukunft an: Ein Replikant aus dem Jahr 2035 tauchte unerwartet auf und warf mit seinen Berichten über das gesellschaftliche Leben der kommenden Jahrzehnte neue Fragen auf. Verwirrend und faszinierend zugleich brachte er die Vergangenheit mit der Zukunft ins Gespräch. Die Vorstellung endete so, wie sie begann: Mit dem Einbruch der Dunkelheit verschwanden die Dichter und Dichterinnen - begleitet vom Replikanten, der sich sein Schicksal nur zögerlich fügte - zurück in die jenseitigen Gefilde.

Etwa 100 Zuschauer waren von der Atmosphäre und der schauspielerischen Leistung, die auf viel Improvisation setzte, restlos begeistert.
Künstlerisches Ensemble
Die literarischen Rollen verkörperten Regine Andratschke, Markus von Hagen, Eckhard Ischebeck, Stefan Naszay und Tilman Rademacher. Außerdem trat Ex-Zoodirektor Jörg Adler in Erscheinung. Für musikalische Akzente sorgten Yoon Han am Cello und Michael Kolberg an Gitarre und Soundeffekten. Die Idee, Umsetzung und Gestaltung stammen von Thomas Nufer.

Eckhard Ischebeck fand als Replikant aus der Zukunft mahnende Worte zur Wichtigkeit von Demokratie und Friedenswillen für die Menschheit.
Eine zweite Vorstellung gibt es noch einmal am kommenden Samstag, den 19.07 um 20 Uhr:
Eintritt: 15 Euro (12 Euro ermäßigt)
Tickets: http://www.tickets.lwl.org
Weitere Vorstellungen:
Freitag, den 22.08. um 19.30 h
in Billerbeck, Garten ehem. Archidiakonat, Johannikirchplatz 11
QR-Code scannen: 
oder telefonisch unter 02543-730
Speisen, Getränke, Decken etc. mitbringen
Freitag, den 05.09. um 19.30 h
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst, Innenhof
Tickets bei christiane.boewe@kreis-steinfurt.de
oder Bezahlung an der Abendkasse
Sitzmobiliar steht bereit. Speisen dürfen mitgebracht werden.
Getränke vor Ort erhältlich. Picknickkörbe bestellen bei Café Clara 05459-9069310 bis zum 29.08.2025
Samstag, den 06.09. um 19.30 h
Burg Vischering, Platanenwiese
Tickets bestellen über www.burg-vischering.de
Sitzmobiliar steht bereit. Speisen dürfen mitgebracht und Getränke können gekauft werden











