Fotos: Sven Brandes
Im U17-Westfalenpokal war für Saxonias B-Juniorinnen im Viertelfinale Endstation: In einem wilden Match nach dem Motto „Der Pokal schreibt seine eigenen Gesetze“ geriet das Team bei Westfalia Soest mit 2:6 unter die Räder.
Was der Bezirksligist auf den Rasen zauberte, hatte allerdings mit Bezirksliga nichts zu tun: Für den Westfalenpokal konnte Soest ausnahmsweise auf die Auswahlspielerinnen Lara Brandes und Mathilda Bornhoff zurückgreifen, die sonst im Soester Jungs-Landesligateam kicken. Das Duo aus dem FLVW-Mädcheninternat Kaiserau machte auf dem Platz den Unterschied aus und war nie zu bändigen, zudem trieben sie auch ihre Kolleginnen zur Höchstleistung an.
So entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein offener Schlagabtausch mit Großchancen auf beiden Seiten. Soest ging früh aus dem Spiel heraus in Führung, aber Saxonia antwortete mit einem direkt verwandelten Freistoß von Emmy Rösner aus 25 Metern. Danach demonstrierten die Sauerländerinnen ihre Gefährlichkeit bei Standards: Das 2:1 fiel per Kopfball nach einer Ecke, das 3:1 per Freistoß an der Strafraumgrenze. Auf der anderen Seite köpfte Rösner, beste Saxonin des Abends, eine Ecke von Chiara Baumeister zum 3:2-Anschlusstreffer ins Tor. Zuvor war ein weiteres Saxi-Tor wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht anerkannt worden. So ging es mit einem 3:2-Rückstand in die Pause.
Die Sauerländerinnen nahmen weiterhin den Fuß nicht vom Gas, verteidigten ihre Führung bissig und agierten zugleich selbstbewusst nach vorn. Nach einem Soester Angriff stand es dann 4:2 – eine Art Vorentscheidung, denn Saxonia kam danach nur noch selten zu Angriffsaktionen. In der Schlussphase legte Soest sogar noch zwei weitere Treffer nach zum 6:2-Endstand – ein verdienter Erfolg für das Heimteam, das nun im Halbfinale auf den VfL Bochum trifft.
Dennoch kann der TuS Saxonia mit dem Erreichen des Westfalenpokal-Viertelfinals und dem vorherigen Kreispokal-Gewinn auf eine sehr starke Pokal-Saison oberhalb aller Erwartungen zurückblicken.












