2. Februar 2026 / Wirtschaft & Finanzen

Photovoltaik-Ausbau in Münster bleibt 2025 auf hohem Niveau

Neue Anlagen häufig in Kombination mit Energiespeichern

Foto: Mehr als 13.000 Photovoltaik-Anlagen erzeugen in Münster Ökostrom, zum Beispiel auf den Dächern an der Pater-Kolbe-Straße in Amelsbüren.


Der Ausbau von Erneuerbaren Energien in Münster entwickelt sich ungebrochen dynamisch. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Stadtnetze Münster für das Jahr 2025.  

Insgesamt 2.468 neue Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 28,5 Megawatt (MW) wurden 2025 an das münstersche Stromnetz angeschlossen. Zum Jahresende 2025 sind in Münster somit 13.428 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 173 MW installiert. Münsters größte Photovoltaikanlage wurde 2025 von den Stadtwerken Münster in Kooperation mit den awm erweitert. Sie erzeugt auf der Zentraldeponie in Coerde auf mehr als 16.000 Quadratmetern Sonnenstrom. 

Rasant wächst auch die Zahl von Energiespeichern, die in münsterschen Unternehmen und Haushalten installiert werden. Ihre Zahl hat sich in den vergangenen drei Jahren fast verdreifacht: Seit 2023 wurden insgesamt 5.599 Speicheranlagen neu installiert, davon 1.668 im vergangenen Jahr. Damit summiert sich die installierte Speicherkapazität im münsterschen Stromnetz auf insgesamt 53 MWh.

Rückläufig ist Zahl der Blockheizkraftwerke und Biomasse-Anlagen. Seit 2022 gingen insgesamt 52 Blockheizkraftwerke und zwei Biomasseanlagen vom Netz. Die Zahl der Windenergieanlagen in Münster sank im Jahr 2025 um eine Anlage.

In Summe kommt der dezentral erzeugte Ökostrom aus erneuerbaren Energien (Photovoltaik, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse) und Kraft-Wärme-Kopplung im münsterschen Stromnetz auf eine installierte Leistung von knapp 257 Megawatt. Rechnerisch reicht sie aus, um die Verbrauchsspitzen in Münster aus lokal erzeugtem Ökostromanlagen vor Ort zu decken.

In Münster sorgen die Stadtnetze nicht nur für den Anschluss von Erneuerbaren Energie-Anlagen an das Stromnetz, sondern auch für die Abrechnung von Einspeisevergütungen. Jährlich zahlen die Stadtnetze Münster Einspeisevergütungen in zweistelliger Millionenhöhe an Anlagenbetreibende aus. Dieser Betrag wird im Rahmen eines Belastungsausgleich vom vorgelagerten Netzbetreiber angefordert. Einspeisevergütungen können die Stadtnetze nur für Anlagen zahlen, die im bundesweiten Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert sind.

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