Aktuelles

„Giro inklusiv“ feiert Premiere im Profi-Startort Wadersloh

Foto:
Sponsoren und Organisatoren des „Giro inklusiv“, des ersten Jedermann-Rennens für Menschen mit und ohne Behinderung,  freuen sich auf die Premiere am 3. Oktober: (v.l.) Jürgen Schnittker (Sparkasse Beckum-Wadersloh), Kerstin Dewaldt (Organisation Sparkassen-Münsterland-Giro), Anke Schwarze und Ira Middendorf-Kleymann (beide Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben Regierungsbezirk Münster), Bruno Gerding und Sabrina Harms (beide Anna-Katharinenstift Karthaus), Sylvia Voß (Gemeinde Wadersloh), Horst Jasperneite (Radsportclub Wadersloh) und Bürgermeister Christian Thegelkamp.

Zwischen Idee und Umsetzung lagen nur wenige Wochen: erstmals sollte es im Rahmen des Sparkassen-Münsterland-Giro auch für Menschen mit Behinderung die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Rennen geben. Doch indem zahlreiche Akteure Hand in Hand arbeiteten, ist es gelungen, den ersten „Giro inklusiv“ ins Leben zu rufen.

Anke Schwarze vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben zur Entstehungsgeschichte: „Es war echtes Netzwerken, dass sich Sabrina Harms vom Anna Katharinen-Stift und meine Mitarbeiterin Ira Middendorf-Kleymann vor einigen Monaten getroffen haben und das Konzept für diesen Giro entwickelt haben“. Umso schöner sei die Offenheit seitens der Giro-Organisation und der Gemeinde Wadersloh für die Idee eines inklusiven Radrennens.

Bürgermeister Christian Thegelkamp zeigt sich erfreut, dass Wadersloh als diesjähriger Startort für das Profirennen gleichzeitig Austragungsort für den ersten „Giro inklusiv“ sein wird. „Hierfür mussten zahlreiche organisatorische Fragen geklärt werden“ so der Bürgermeister. „Zum Beispiel: wo kann eine barrierefreie Anmeldung eingerichtet werden, wo sind barrierefreie Toiletten vorhanden? Fündig wurden wir direkt am Kirchplatz mit dem Begegnungszentrum der Caritas, dem ‚Kum män rin‘“.  Auch eine Strecke für das Rennen musste gefunden werden, die auf fünf Kilometern Länge nicht zu starke Steigungen und auch nicht zu viele Kurven beinhalten sollte.

Als Veranstalter des Rennens konnte der Radfahrverein RSC Wadersloh gewonnen werden. „Unser Verein war begeistert, als wir erfuhren, dass der Profistart in diesem Jahr in Wadersloh stattfinden wird“, so Horst Jasperneite, Vorsitzender des RSC Wadersloh. „Und der „Giro inklusiv“ ist eine Idee, die volle Unterstützung verdient. Ein Highlight wird sein, dass Hans-Peter Durst, Gewinner der Paralympics 2016, persönlich die Siegerehrung vornehmen wird“.

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung stand Hans-Peter Durst beratend zur Seite. So verständigte man sich darauf, dass alle Menschen mit Fahrrad, Liegerad, Rollfiets, Tandem, Dreirad, Vierrad und anderen Spezialfahrrädern teilnehmen dürfen. Dies ist ganz im Sinne von Sabrina Harms. Sie ist selbst Rennradfahrerin und arbeitet beruflich mit behinderten Menschen. Ihre Idee war es, einen „Giro inklusiv“ ins Leben zu rufen. Hierfür sicherte ihr Arbeitgeber unmittelbar seine Unterstützung zu. „Frau Harms kann einen Teil ihrer Arbeitszeit für die Vorbereitungsarbeiten zum „Giro inklusiv“ verwenden“, so Bruno Gerding, Personalleiter des Anna-Katharinenstift Karthaus. „Beim Rahmenprogramm wird außerdem unsere Band „Apartment 10“ auftreten“. Zusätzlich wird die Tanzgruppe „Funky Movements“ aus Münster ihr Können unter Beweis stellen.

Der Startschuss für das Rennen selbst wird um 12 Uhr fallen. Kerstin Dewaldt von der Organisationsleitung des Sparkassen-Münsterland-Giro beim Sportamt der Stadt Münster erklärt, dass der „Giro inklusiv“ im Zeitraum zwischen dem Profi-Start und der erneuten Durchfahrt der Profiteams stattfinden soll. Das Rennen sei für sie ein Beweis, dass der Sparkassen-Münsterland-Giro bei den Menschen im Münsterland angekommen sei und so kreative Köpfe angeregt hat, die Veranstaltung Sparkassen-Münsterland-Giro aus ihrer Perspektive heraus weiterzuentwickeln. „So sollte es sein!“ findet sie. Da das Programm in Münster mit den dortigen Innenstadtrennen aber bereits gefüllt war, habe man den Plan entwickelt, das Programm im Startort auf diese Weise zu bereichern.

„Der Sparkassen-Münsterland-Giro erreicht in jedem Jahr mehr Menschen“, so Jürgen Schnittker von der Sparkasse Beckum-Wadersloh. „Die hohen Anmeldezahlen und die starken Besucherzahlen in Münster und an den Orten entlang der Strecke belegen dies. Dass das inzwischen drittgrößte Rennen in Deutschland bei den Menschen ankommt, ist für die Sparkasse das stärkste Motiv, sich im Sparkassenverbund gemeinschaftlich zu engagieren“.

Alle Informationen zur Teilnahme finden sich auf der Internetseite www.ksl-muenster.de

Teile diesen Artikel: