15. Februar 2026 / Aus aller Welt

Zwei weitere Todesopfer nach Hochhausbrand in Berlin

Bei einem Feuer in einem Hochhaus stirbt ein Säugling, weitere Menschen werden schwer verletzt. Der Zustand der Mutter des Babys und des größeren Bruders war kritisch - nun die traurige Nachricht.

Der Qualm zog auch weit die Fassade hoch. (Archivbild)
Veröffentlicht am 15. Februar 2026 um 12:21 Uhr

Nach dem Hochhausbrand im Berliner Osten sind zwei weitere Menschen gestorben. Dabei handelt es sich um eine 26-jährige Frau, deren Säugling bereits infolge des Feuers gestorben war, und deren zweites Kind (5), wie die Polizei mitteilte.

Die Frau und ihre beiden kleinen Kinder waren am Mittwochabend im Hausflur auf der dritten Etage des Hochhauses bewusstlos aufgefunden worden. Dort war auch die Brandwohnung. Notärzte reanimierten die drei. Den neun Monate alten Säugling konnten sie nicht retten, er starb. Seine Mutter und sein Bruder kamen ins Krankenhaus. Ihr Zustand sei kritisch, hieß es zunächst von der Polizei. 

Laut der Mitteilung der Polizei starb der Fünfjährige am Freitagnachmittag, seine Mutter am Samstagabend. 

Das Feuer war in einer Wohnung des Komplexes in der Dolgenseestraße im Bezirk Lichtenberg ausgebrochen. Es breitete sich rasant aus, da die Räume mit zahlreichen Gegenständen zugestellt waren. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelte es sich um eine sogenannte Messie-Wohnung. Die große Unordnung erschwerte die Brandbekämpfung. 

Polizei ermittelt weiter zur Ursache

Als die Feuerwehr eintraf, loderten Flammen aus den Fenstern. Mit Atemschutz drangen Einsatzkräfte in das Hochhaus vor. Nach Angaben der Feuerwehr wurden 70 Menschen aus dem verrauchten Gebäude mit 20 Geschossen gerettet beziehungsweise in Sicherheit gebracht. Insgesamt acht Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden. 

Die Polizei sprach von vier Menschen, die mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in umliegende Kliniken gebracht wurden. Dazu gehörte demnach der 75-jährige Mann, in dessen Wohnung nach ersten Erkenntnissen das Feuer ausgebrochen war. 

Die Polizei ermittelt zur Ursache. Rund 170 Feuerwehrleute waren im Einsatz, begleitet von zahlreichen Polizeikräften.


Bildnachweis: © Markus Lenhardt/dpa
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