Die Polizei hat 2021 in Deutschland etwas weniger Geldautomatensprengungen registriert als noch ein Jahr zuvor. Die Ermittler gehen davon aus, dass dies an coronabedingten Ausgangssperren liegt, wie das Bundeskriminalamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der versuchten und vollendeten Fälle ging demnach um gut fünf Prozent auf 392 Taten zurück. «Immer wieder werden dabei feste Explosivstoffe eingesetzt, die erhebliche Schäden verursachen und Anwohnerinnen und Anwohner in der Umgebung der gesprengten Automaten erheblich gefährden», erläuterte das BKA. Im Zusammenhang mit den Geldautomatensprengungen ermittelte die Polizei 2021 insgesamt 124 Tatverdächtige (2020: 168), von denen gut die Hälfte die niederländische Staatsangehörigkeit hat. Die Beutesumme wuchs insgesamt - trotz der geringeren Zahl der Fälle - im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 19,5 Millionen Euro. Dies hat damit zu tun, dass die Täter bei den Sprengungen häufiger Bargeld erbeuteten, wie das BKA erläuterte. Allerdings hätten die Sachschäden die Höhe der Beute in vielen Fällen deutlich überstiegen. «Das liegt daran, dass die Täter immer häufiger feste Explosivstoffe nutzen», erklärten die Experten. Die unkontrollierte Verteilung von Trümmern und Splittern nach solchen Angriffen stelle eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben dar.
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Zahl der Geldautomatensprengungen leicht rückläufig
Im vergangenen Jahr sind weniger Geldautomaten in Deutschland gesprengt worden als zuvor. Woher rühren die abnehmenden Zahlen?
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