26. März 2026 / Aus aller Welt

Verschwundenes Andress-Vermögen? Millionen beschlagnahmt

Filmstar Ursula Andress machte kürzlich publik, dass ihr Millionen fehlen. Das erste Bond-Girl verdächtigte ihren Vermögensverwalter - in Italien sind die Gelder mutmaßlich wieder aufgetaucht.

Filmstar Ursula Andress machte kürzlich publik, dass ihr Millionen fehlen. (Archivbild)

In Italien hat die Polizei Immobilien, Grundstücke und andere Vermögenswerte mit einem Gesamtwert von 20 Millionen Euro beschlagnahmt, die im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Veruntreuung des Vermögens der Schweizer Schauspielerin Ursula Andress stehen sollen. Die Ermittler stießen auf elf Immobilien sowie 14 Grundstücke in dem Ort San Casciano Val di Pesa unweit von Florenz in der Toskana, wie die italienische Finanzpolizei mitteilte.

Die 90-jährige Andress - weltberühmt für ihre Rolle als erstes Bond-Girl in «James Bond - 007 jagt Dr. No» (1962) an der Seite von Sean Connery - machte Anfang des Jahres in der Schweizer Zeitung «Blick» publik, eine drastische Verringerung ihres Vermögens festgestellt zu haben. Sie verdächtigte ihren früheren Vermögensverwalter, rund 18 Millionen Franken (circa 20 Millionen Euro) veruntreut zu haben. Der in der Schweiz tätige Vermögensverwalter war 2025 gestorben.

In der Schweiz geboren, seit langem in Italien

Andress, die seit langem in Italien lebt, hatte im September 2025 im Kanton Waadt Anzeige erstattet. Die dortige Staatsanwaltschaft bestätigt eine Strafuntersuchung wegen Untreue, Urkundenfälschung und Geldwäscherei. Sie habe eine Spur veruntreuter Gelder in die Toskana entdeckt und die italienischen Kollegen um Rechtshilfe gebeten. Bislang seien in der Schweiz und Italien im Zusammenhang mit dieser Untersuchung Vermögenswerte mit einem geschätzten Gesamtwert von 13 Millionen Schweizer Franken sichergestellt worden.

In Italien wurden dann die elf Immobilien und 14 Grundstücke, die unter anderem als Weinberge und Olivenhaine genutzt wurden, sowie Kunstwerke und weitere finanzielle Mittel identifiziert und beschlagnahmt, hieß es von den dortigen Behörden weiter. Die italienische Polizei nannte in dem Kontext keine Verdächtigen namentlich.


Bildnachweis: © picture alliance / Volker Dornberger/dpa
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