8. Juli 2026 / Aus aller Welt

Totes Neugeborenes in Berliner Hinterhof entdeckt

In einem Hinterhof einer Berliner Hochhaussiedlung entdeckt ein Passant ein Baby. Der Rettungsdienst kann nur noch den Tod feststellen. Eine Mordkommission ermittelt und sucht die Eltern.

Ein Mann von der Gerichtsmedizin schiebt eine Bahre in der Nähe des Fundortes des toten Neugeborenen.

Ein Passant hat im Hinterhof einer Berliner Hochhaussiedlung ein totes Neugeborenes entdeckt. Der sehr junge Säugling sei sichtbar in einem Hof im Stadtteil Lichterfelde gefunden worden, sagte eine Polizeisprecherin. Das Baby lag demnach auf dem Boden. Es sei wohl nur mehrere Stunden, höchstens einen Tag alt, teilte ein Polizeisprecher am Nachmittag dem «Tagesspiegel» mit. 

Die Mordkommission und Kriminaltechnik waren vor Ort und ermitteln zu dem Tod des Kindes. «Wir müssen von einem Verbrechen ausgehen», so die Polizeisprecherin.

Der Fundort liege in der sogenannten Thermometersiedlung in Lichterfelde. Weitere Angaben etwa «zu den genauen Umständen der Auffindesituation» wollte die Polizei zunächst nicht machen. Auch die Gerichtsmedizin war am Fundort – eine Bahre mit einer schwarzen Tragetasche wurde in ein Auto geladen.

Eltern des Kindes laut Polizei bislang unbekannt

Polizistinnen und Polizisten waren derweil im Haus unterwegs und suchten nach der Mutter, dem Vater sowie Zeuginnen und Zeugen. Bislang seien die Eltern unbekannt, so die Sprecherin. Die Feuerwehr brach der Polizei zufolge eine verdächtige Wohnung in dem Wohnkomplex auf. Diese sei aber leer gewesen.

Der Fundort im Bezirk Steglitz-Zehlendorf war am Mittag mit Flatterband weiträumig abgesperrt. Um kurz nach 9.30 Uhr sei der Rettungsdienst der Feuerwehr alarmiert worden, hieß es. Ein Notarzt habe aber nur noch den Tod des Neugeborenen feststellen können. Zuerst hatte die «B.Z.» berichtet.


Bildnachweis: © Annette Riedl/dpa
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