21. März 2026 / Aus aller Welt

Schweizer Seilbahn nach Gondelabsturz wieder in Betrieb

Eine Gondel stürzt in die Tiefe. Eine Passagierin ist tot. Drei Tage später fährt die Seilbahn wieder. Die Untersuchung zu dem Unglück ist aber noch nicht abgeschlossen.

Die Untersuchung zu dem Unglück ist noch nicht abgeschlossen. (Archivbild)

Wenige Tage nach dem tödlichen Absturz einer Ski-Gondel in der Schweiz hat die Seilbahn im Skigebiet Engelberg wieder den Betrieb aufgenommen. Das berichtete die Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Eine Gondel des Titlis Xpress hatte sich am Mittwoch vom Seil gelöst und war einen Hang hinuntergestürzt. Eine 61 Jahre alte Frau, die alleine in der Kabine fuhr, kam dabei ums Leben.

Hersteller: Windböe löste Unglück aus

Nach Angaben des Herstellers der Seilbahn vom Freitag wurde das Unglück durch eine «unerwartet kräftige Böe» verursacht, wie Keystone-SDA berichtete. Die Gondel sei durch den Wind so stark bewegt worden, dass sie mit einem Mast zusammenstieß und vom Seil gerissen wurde, hieß es von der Schweizer Firma Garaventa, die zum Konzern des österreichischen Seilbahn-Weltmarktführers Doppelmayr gehört.

Zuvor hatte auch die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) von entsprechenden ersten Erkenntnissen berichtet. Der Zusammenstoß soll demnach zwischen einer Klemme, mit der die Unglücksgondel am Seil befestigt war, und Seilrollen an einem Mast passiert sein, zitierte der Sender SRF die Sust.

Die Untersuchungen der Fachleute sind aber noch nicht abgeschlossen. Unter anderem waren gegen Ende der Woche die Windmessungen noch nicht ausgewertet, wie Keystone-SDA berichtete.


Bildnachweis: © Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Flaniermeile auf der Hafensüdseite: Zweiter Bauabschnitt startet am 13. April
Genuss & Lifestyle

Umgestaltung sieht Sitzbänke, Natursteinpflaster und Schiffsmasten-Beleuchtung vor

weiterlesen...

Neueste Artikel

Deutschland hat natürliche Ressourcen für 2026 aufgebraucht
Aus aller Welt

Schon im Mai sind Deutschlands Ressourcen für 2026 rechnerisch verbraucht. Der Kern des Problems: Deutschland setzt immer noch zu viel auf Öl, Gas und Kohle, wie Umweltverbände kritisieren.

weiterlesen...
Fernglas statt Handy: Warum die Gen Z jetzt Birden geht
Aus aller Welt

Zehn Jugendliche treffen sich an einem Sonntagnachmittag. 3,5 Stunden lang wird fast niemand aufs Handy schauen. Sie beobachten Vögel. Wie Teenager ein Hobby mit Alt-Herren-Image für sich erobern.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Deutschland hat natürliche Ressourcen für 2026 aufgebraucht
Aus aller Welt

Schon im Mai sind Deutschlands Ressourcen für 2026 rechnerisch verbraucht. Der Kern des Problems: Deutschland setzt immer noch zu viel auf Öl, Gas und Kohle, wie Umweltverbände kritisieren.

weiterlesen...
Fernglas statt Handy: Warum die Gen Z jetzt Birden geht
Aus aller Welt

Zehn Jugendliche treffen sich an einem Sonntagnachmittag. 3,5 Stunden lang wird fast niemand aufs Handy schauen. Sie beobachten Vögel. Wie Teenager ein Hobby mit Alt-Herren-Image für sich erobern.

weiterlesen...