Das bundesweite Böller-Verkaufsverbot zu Silvester wird nach Ansicht des Deutschen Feuerwehrverbandes zu deutlich weniger Notfällen rund um den Jahreswechsel führen. Das Verbot sei «sehr hilfreich für die Arbeit der Feuerwehr», da es zu einer erheblichen Entlastung bei den Einsatzzahlen führen werde, sagte Verbandspräsident Karl-Heinz Banse den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dies habe bereits die entsprechende Regelung im Vorjahr gezeigt. «Die Zahl der Unfälle und Verletzungen durch Böller dürfte auch diesmal deutlich geringer ausfallen als in regulären Jahren.» Dadurch würden weniger Krankenhausbehandlungen erforderlich, die stark mit Covid-19-Patienten belegten Kliniken würden entlastet. Versammlungen zu Silvester und Neujahr sind in diesem Jahr verboten. An von den Kommunen ausgewiesenen öffentlichen Orten soll es wie bereits beschlossen kein Silvesterfeuerwerk geben, der Verkauf von Böllern ist verboten. Mit einer Gefahr für die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr im Fall einer schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus rechnet In Deutschland gebe es aktuell knapp 35.000 Berufsfeuerwehrangehörige und mehr als eine Million freiwillige Feuerwehrleute. Diese könnten sich in Notsituationen aushelfen. Angesichts zahlreicher Angriffe auf Polizisten und Rettungskräfte beklagt Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) fehlenden Respekt bei «einigen Irrgläubigen». Polizei- und auch Rettungskräfte seien zwar allgemein hoch angesehen, doch: «Ich kann und will nicht akzeptieren, dass auf Demonstrationen und Versammlungen gerade die attackiert werden, die oft buchstäblich ihren Kopf für unsere Sicherheit und unsere Freiheit hinhalten.» An vielen Orten in Deutschland kam es zuletzt bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen zu Attacken auf Einsatzkräfte. In den vergangenen Jahren hatten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste gerade zu Silvester und Neujahr solche Angriffe beklagt. Im Jahr 2020 waren laut Statistik allein in Baden-Württemberg 5151 Übergriffe auf Polizistinnen und Polizisten registriert worden. Das waren bereits etwa 760 mehr als noch vor fünf Jahren.Verkauf von Böllern verboten
Banse nach eigenen Worten nicht: «Denkbare Personalengpässe durch eine rasche Zunahme von Omikron-Infektionen können bei den Feuerwehren ausgeglichen werden, da es generell vorgeplante Personalreserven etwa bei den Freiwilligen Feuerwehren gibt.» Angriffe auf Polizei und Rettungskräfte
Bildnachweis: © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Positiver Effekt des Böller-Verkaufsverbots erwartet
Rettungskräfte, Feuerwehrleute und Polizisten haben rund um Silvester sonst Großkampftage und -nächte. Die Feuerwehren hoffen, dass das nun anders wird.
Meistgelesene Artikel
- 15. Mai 2026
LVM-Preußenstadion: Abriss der Nordtribüne startet
Neue Tribüne entsteht während der kommenden Saison / Eingangsbereich an der Hammer Straße wird umgebaut
Das Münsteraner Familienunternehmen freut sich auf die Fortsetzung der starken Partnerschaft
Rat beschließt Nachfolge von Klaus Ehling
Neueste Artikel
- 14. Juni 2026
Münsterland Festival meets BurgJazz
Drei Tage Musik, Kultur und Familienprogramm auf Burg Vischering
Mitten in Göttingen fallen Schüsse, ein Beamter wird getroffen. Was bisher über die Tat bekannt ist - und worauf sich die Ermittler nun fokussieren.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Mitten in Göttingen fallen Schüsse, ein Beamter wird getroffen. Was bisher über die Tat bekannt ist - und worauf sich die Ermittler nun fokussieren.
- 14. Juni 2026
Launisches Wetter zum Montag – Hitze zur Wochenmitte
Die neue Woche startet überwiegend grau – nur in Teilen von Deutschland setzt sich die Sonne durch. Wo ab Mittwoch heiße Luftmassen dann Temperaturen von teils über 30 Grad mit sich bringen.











