Polnische Behörden haben im Unterlauf der Oder bislang keine Hinweise auf die giftige Goldalge gefunden. Bei Stichproben in der Woiwodschaft Westpommern habe es auch keine toten Fische gegeben, die Sauerstoffwerte im Wasser seien gut, teilten Vertreter der regionalen Umwelt- und Wasserbehörde sowie der örtlichen Anglerverbände am Freitag in Stettin (Szczecin) mit. Das Flusswasser werde einmal wöchentlich auf Goldalgen untersucht. Anfang der Woche waren in Oberschlesien in dem von der Oder abzweigenden Gleiwitzer Kanal sowie im Kedzierzyn-Kanal insgesamt 450 Kilogramm verendeter Fische geborgen worden. In beiden Kanälen wurde bei Wasserproben auch die giftige Goldalge nachgewiesen. Polens Umweltministerin Anna Moskwa hatte daraufhin einen Krisenstab einberufen. Bereits im Mai und im April war die Goldalge in zwei Stauseen in der Nähe der Oder aufgetaucht. Auch am Unterlauf der Oder gäben die Bedingungen keinen Anlass zu Optimismus, sagte der Vorsitzende des örtlichen Anglerverbandes, Adam Tanski. Wie im vergangenen Jahr gebe es so gut wie keine Niederschläge, der Wasserstand des Flusses sei niedrig. Die Wassertemperatur betrage morgens 21 und nachmittags 22 Grad. Im vergangenen Sommer war es in der Oder zu einem massenhaften Fischsterben gekommen. Experten in Deutschland und Polen kamen zu dem Schluss, dass höchstwahrscheinlich die toxische Wirkung einer Blüte der giftigen Goldalge Prymnesium parvum den Tod der Fische verursacht hatte.
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Polen: Keine Hinweise auf Goldalgen im Unterlauf der Oder
Vor einigen Tagen waren in zwei von der Oder abzweigenden Kanälen wieder kiloweise tote Fische gefunden und die giftige Goldalge nachgewiesen worden. Wie steht es derzeit um den Unterlauf des Flusses?
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