8. August 2025 / Aus aller Welt

Neues Feuer nahe Los Angeles breitet sich rasant aus

Ein Brand unweit der Westküstenmetropole lässt Erinnerungen an die tödlichen Feuer im Januar wach werden. Einsatzkräfte hoffen auf Fortschritte in den kommenden Stunden.

Etwa 60 Kilometer nordwestlich von Los Angeles ist das «Canyon Fire» ausgebrochen.

Ein neuer Waldbrand breitet sich unweit von Los Angeles rasant aus. Das sogenannte «Canyon Fire» brach am Donnerstag (Ortszeit) etwa 60 Kilometer nordwestlich des Zentrums der Millionenmetropole aus und wuchs innerhalb weniger Stunden auf eine Größe von knapp 20 Quadratkilometern an, wie die kalifornische Brandschutzbehörde Cal Fire mitteilte. Das entspricht einer Fläche von ungefähr 2.800 Fußballfeldern.

Der Brand bedroht nach Angaben der Behörde Stromleitungen und mehrere Gemeinden und ist noch zu null Prozent eingedämmt. Etwa 4.000 Menschen mussten laut Medienangaben bereits ihre Häuser verlassen, weitere 12.000 Anwohner sollten sich für eine Evakuierung bereithalten. Die Ursache des Brandes war zunächst unklar.

Erinnerungen an tödliche Brände werden wach

«Unsere Feuerwehrleute arbeiten unermüdlich in der Hitze und im steilen Gelände», sagte Andrew Dowd, Sprecher der Feuerwehr im Bezirk Ventura County, der «Los Angeles Times». Er sei optimistisch, dass in der Nacht zu Freitag Fortschritte erzielt werden könnten. Zwar gebe es leichte Winde, die das Feuer Richtung Osten trieben, diese sorgten jedoch nicht für weitreichenden Funkenflug wie bei den Bränden im Januar.

Der Vergleich mit den tödlichen Feuern im Großraum Los Angeles liegt trotzdem nah. Kathryn Barger vom Verwaltungsbezirk Los Angeles mahnte Bewohner naheliegender Gemeinden, Evakuierungsaufrufe ernstzunehmen. «Gehen Sie ohne zu zögern. Das "Eaton"-Feuer hat uns gezeigt, wie schnell eine Katastrophe eintreten kann», schrieb sie auf Facebook. Das sogenannte «Eaton»-Feuer nahe Pasadena und Altadena sowie das «Palisades»-Feuer im Stadtteil Pacific Palisades am Westrand von Los Angeles hatten zu Beginn des Jahres mehr als 16.000 Gebäude zerstört. Die Feuerwehr war damals wochenlang im Großeinsatz, um die Brände einzudämmen. Mindestens 31 Menschen kamen ums Leben.

Größter Waldbrand des Jahres wächst weiter

Der Bundesstaat an der Westküste der USA ist in diesem Jahr besonders stark von Waldbränden betroffen. Der bislang größte davon, das sogenannte «Gifford Fire», in einem Waldgebiet in Zentralkalifornien, breitete sich nach Behördenangaben bis Donnerstagabend auf einer Fläche von mehr als 400 Quadratkilometern aus und war zu 15 Prozent eingedämmt.


Bildnachweis: © Marcio Jose Sanchez/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Neue Radservicestation am Ludgeriplatz
Allgemein

Luftpumpe und Werkzeug stehen kostenlos zur Verfügung / Haus der Nachhaltigkeit übernimmt Instandhaltung

weiterlesen...
Paläoaquarium macht Urzeit-Meere digital erlebbar
Bildung & Wissenschaft

Spende der Sparkasse Münsterland Ost ermöglicht neuen Höhepunkt für Ausstellung im LWL-Museum für Naturkunde

weiterlesen...

Neueste Artikel

Wie Ebola-Patienten auf Isolierstationen behandelt werden
Aus aller Welt

Rund 50 Fachleute sind nötig, um einen einzigen Ebola-Patienten in einer Klinik in Deutschland zu versorgen. Die Arbeit mit Schutzanzügen ist wahnsinnig komplex. Fehler dürfen nicht passieren.

weiterlesen...
Weiterer amerikanischer Ebola-Patient jetzt in Deutschland
Aus aller Welt

Wieder hat sich ein US-Mediziner im Kongo mit dem gefährlichen Ebola-Virus angesteckt, wieder geht es zur Behandlung nach Deutschland. Diesmal übernimmt eine andere Isolierstation den Fall.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Wie Ebola-Patienten auf Isolierstationen behandelt werden
Aus aller Welt

Rund 50 Fachleute sind nötig, um einen einzigen Ebola-Patienten in einer Klinik in Deutschland zu versorgen. Die Arbeit mit Schutzanzügen ist wahnsinnig komplex. Fehler dürfen nicht passieren.

weiterlesen...
Weiterer amerikanischer Ebola-Patient jetzt in Deutschland
Aus aller Welt

Wieder hat sich ein US-Mediziner im Kongo mit dem gefährlichen Ebola-Virus angesteckt, wieder geht es zur Behandlung nach Deutschland. Diesmal übernimmt eine andere Isolierstation den Fall.

weiterlesen...