Im Skandal um die Freundschaft von Kronprinzessin Mette-Marit (52) mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hatte ganz Norwegen seit Tagen auf eine Reaktion der Königsfamilie gewartet. Am Freitag kam sie - in Form einer schriftlichen Mitteilung: «Es ist mir wichtig, mich bei allen zu entschuldigen, die ich enttäuscht habe», zitierte das Königshaus die Kronprinzessin darin. «Teile des Inhalts der Nachrichten zwischen Epstein und mir repräsentieren nicht den Menschen, der ich gerne sein möchte.» Sie bedaure auch die Situation, in die sie das Königshaus - besonders König Harald V. und Königin Sonja - gebracht habe, hieß es. In E-Mails sollen sich die Kronprinzessin und der Sexualstraftäter über mehrere Jahre zu privaten Themen ausgetauscht haben - nachdem Epstein bereits zum ersten Mal verurteilt worden war und eine Haftstrafe abgesessen hatte. In den kürzlich veröffentlichten Akten zu dem Fall taucht ihr Name mehrere Hundert Male auf. Mette-Marit soll Epstein Dinge geschrieben haben wie: «Ich vermisse dich, mein verrückter Freund» und «Paris ist gut für Ehebruch». Die Kronprinzessin distanziere sich entschieden von Epsteins Übergriffen und kriminellen Handlungen, schrieb der Hof in der Mitteilung am Freitag. Sie bedaure sehr, nicht früher erkannt zu haben, was für ein Mensch er war. Vielen Norwegern reicht die knappe Stellungnahme nicht. Kronprinz Haakon (52) nahm seine Frau in einem Interview im norwegischen Fernsehen in Schutz: «Sie versteht, dass viele gerne von ihr hören wollen», sagte er dem Sender NRK. «Sie will gerne erzählen. Aber gerade schafft sie das nicht.» Er bestärke sie darin, sich erst einmal zu erholen, bevor sie an die Öffentlichkeit gehe: «Ich sage zu ihr, dass sie das nicht muss. Sie braucht Zeit, um sich zu sammeln.» Die Freundschaft zu Epstein ist nicht der einzige Skandal, der die Königsfamilie belastet. Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby (29) aus einer früheren Beziehung muss sich seit Anfang der Woche unter anderem wegen Vergewaltigung vor Gericht verantworten. Ihr Mann Haakon versucht indessen, für seine Familie da zu sein: «Wenn so viel gleichzeitig passiert wie gerade in unserer Familie, dann versuche ich, richtig zu priorisieren», sagte der künftige norwegische König NRK. «Das Wichtigste für mich war in den letzten Tagen, mich um meine Familie zu kümmern.» Trotz der Vorwürfe gegen Marius Borg Høiby hält der Kronprinz zu seinem Ziehsohn: «Wir unterstützen Marius in der Situation, in der er ist», sagte Haakon NRK. «Wir kümmern uns um die anderen Kinder, auch auf sie müssen wir aufpassen. Und ich muss mich um die Kronprinzessin kümmern. Und zum Glück kümmert sie sich auch um mich.» Mette-Marit geht es auch gesundheitlich nicht gut: Sie ist schwer lungenkrank.Kronprinzessin soll Epstein Liebes-Tipps gegeben haben
«Sie will gerne erzählen. Aber gerade schafft sie das nicht.»
Kronprinz Haakon über Ziehsohn: «Wir unterstützen Marius»
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Epstein-Skandal: Kronprinzessin bittet um Verzeihung
Eine Freundschaft mit Epstein, ein Vergewaltigungsprozess: Norwegens Königsfamilie steckt mitten in einer schweren Krise. Jetzt bittet Kronprinzessin Mette-Marit um Verzeihung - aber reicht das?
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